Unter den Flutlichtern des Wildparkstadions trafen heute der Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf aufeinander. Eine Begegnung, die für beide Teams richtungsweisend ist. Die Fortuna kämpft um den direkten Aufstieg, während der KSC den Anschluss an die obere Tabellenhälfte halten will. Bemerkenswert: Die Badener holten in den letzten fünf Heimspielen gegen Düsseldorf satte 13 Punkte.
Das Spiel entwickelte sich von Beginn an zu einem taktischen Schachzug. KSC-Coach Christian Eichner setzte auf eine kompakte Defensive mit schnellen Umschaltmomenten. «Wir wollten Düsseldorf nicht ins Rollen kommen lassen», erklärte er nach dem Spiel. Die Rheinländer dagegen versuchten, mit Ballbesitz das Spiel zu kontrollieren. Besonders auffällig war das Mittelfeldduell zwischen Marvin Wanitzek und Fortunas Christos Tzolis, das den Rhythmus der Partie bestimmte. In der 37. Minute sorgte ein umstrittener Elfmeterpfiff für hitzige Diskussionen an der Seitenlinie. Vom Spielfeldrand war deutlich zu hören, wie die Karlsruher Fankurve ihren Unmut kundtat. Diese Lautstärke hatte ich selten erlebt – pure Emotionen im Wildpark!
Die Bedeutung dieses Duells geht über die drei Punkte hinaus. Für beide Vereine könnte es ein wegweisendes Ergebnis im Saisonendspurt sein. «Jedes Spiel ist jetzt ein kleines Finale», betonte Düsseldorfs Trainer Daniel Thioune. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der heutige Abend als Schlüsselmoment der Saison in Erinnerung bleibt. Der Zweitliga-Kampf bleibt spannend wie ein Elfmeterschießen im Pokalfinale.