Der Jahreswechsel naht und mit ihm die Frage, wie man in der Silvesternacht sicher durch Köln kommt. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben für die Feierlichkeiten einen Sonderfahrplan angekündigt, der Kölnerinnen und Kölnern sowie Besuchern eine zuverlässige Heimreise ermöglichen soll. Wie in den Vorjahren wird das Angebot deutlich ausgeweitet, um dem erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht zu werden.
In der Silvesternacht verstärkt die KVB ihren Betrieb erheblich. Alle wichtigen Stadtbahnlinien verkehren bis in die frühen Morgenstunden im 15-Minuten-Takt. Besonders die Linien, die durch das Zentrum und zu beliebten Feierorten führen, werden mit zusätzlichen Fahrzeugen ausgestattet. Die Linie 1, die viele Ausgehviertel verbindet, erhält beispielsweise Verstärkerzüge zwischen Weiden und Bensberg.
«Unsere Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass besonders ab Mitternacht viele Menschen gleichzeitig nach Hause möchten», erklärt Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB. «Darauf sind wir vorbereitet und stellen sicher, dass niemand nach der Feier lange auf seine Verbindung warten muss.»
Die Hauptlinien 1, 3, 4, 5, 7, 9, 12, 13, 15, 16 und 18 fahren durchgehend bis etwa 3:30 Uhr morgens. Danach übernimmt das Nachtbus-Netz, das ebenfalls verstärkt wird. Die Nachtbusse sind bis zum regulären Betriebsbeginn am Neujahrsmorgen im Einsatz und sorgen für lückenlose Mobilität.
Auch das Sicherheitskonzept wird angepasst. An zentralen Haltestellen wie Neumarkt, Dom/Hauptbahnhof und Heumarkt werden zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt. Die KVB arbeitet eng mit der Polizei Köln zusammen, um ein sicheres Reiseerlebnis zu gewährleisten. Mitarbeiter in leuchtenden Westen helfen bei Fragen und leiten die Fahrgastströme.
Im Bereich der Altstadt und rund um den Dom müssen Fahrgäste mit Einschränkungen rechnen. Aus Sicherheitsgründen kann es kurzfristig zu Sperrungen von Haltestellen kommen. Die KVB empfiehlt, auf Durchsagen zu achten und den Anweisungen des Personals Folge zu leisten. Die Haltestelle Dom/Hauptbahnhof wird voraussichtlich ab 22 Uhr nicht mehr angefahren.
Für Heimreisen aus dem Umland hat die KVB mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) zusätzliche S-Bahnen organisiert. Diese verkehren auf allen Linien bis etwa 3 Uhr im 30-Minuten-Takt. Die Regionalbahnverbindungen werden ebenfalls verstärkt.
«Wer klug plant, kommt auch an Silvester entspannt ans Ziel», rät Stefan Klinker, Betriebsleiter der KVB. «Unsere KVB-App zeigt in Echtzeit alle Verbindungen an und informiert über eventuelle Störungen oder Sperrungen.»
Die KVB bittet alle Fahrgäste, auf das Mitführen von Feuerwerkskörpern in Bahnen und Bussen zu verzichten. Dies ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Zudem gilt in allen Fahrzeugen und an Haltestellen ein striktes Feuerwerksverbot.
Für Familien mit Kindern und ältere Menschen empfiehlt die KVB, die Hauptreisezeiten zwischen 23 Uhr und 2 Uhr möglichst zu meiden, da dann mit dem größten Andrang zu rechnen ist.
Tickets können vorab über die KVB-App gekauft werden, was Wartezeiten an Automaten vermeidet. Besonders praktisch: Das 49-Euro-Ticket (Deutschland-Ticket) gilt auch in der Silvesternacht uneingeschränkt im gesamten VRS-Gebiet.
Wer die Silvesternacht in Köln verbringt, sollte bedenken, dass in der Innenstadt mit Straßensperrungen zu rechnen ist. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist daher oft die bequemste Option. Zudem entfällt die Parkplatzsuche und man kann das neue Jahr ohne Sorgen um Promillegrenzen begrüßen.
Am Neujahrstag fahren Busse und Bahnen nach dem Sonntagsfahrplan. Die ersten Verbindungen starten gegen 8 Uhr, der reguläre Takt beginnt erst ab etwa 10 Uhr. Die KVB empfiehlt, Fahrten am 1. Januar frühzeitig zu planen und mehr Zeit einzukalkulieren.
Alle aktuellen Informationen zum Silvesterfahrplan sind auf der Website der KVB und in der KVB-App verfügbar. Bei Fragen steht auch das KVB-Servicecenter unter der Nummer 0221-5467 0 zur Verfügung.
Mit dem verstärkten Angebot und dem umfassenden Sicherheitskonzept sorgt die KVB dafür, dass die Kölnerinnen und Kölner sicher ins neue Jahr kommen können – ohne Sorgen um den Heimweg.