Vom Neckar an die Donau: Stuttgarts Jovanovic vor Rückkehr nach Belgrad
Am stillen Trainingsgelände des VfB Stuttgart bahnt sich ein überraschender Transferwechsel an. Youngster Lazar Jovanovic, erst im Januar vom serbischen Traditionsklub Roter Stern Belgrad verpflichtet, steht vor einer Rückkehr zu seinem Heimatverein – zunächst auf Leihbasis. Der 18-jährige Offensivmann konnte sich im Bundesliga-Kader bislang nicht durchsetzen.
Die Stuttgarter Verantwortlichen sehen in der Leihe eine Win-win-Situation. «Lazar braucht Spielpraxis auf hohem Niveau«, erklärt Sportdirektor Fabian Wohlgemuth beim Trainingsauftakt. «In Belgrad kann er sich in vertrauter Umgebung weiterentwickeln.» Jovanovic› Potenzial blitzte im Training immer wieder auf. Doch die Konkurrenz im VfB-Sturm ist enorm. Nach dem sensationellen Vizemeistertitel will man beim Champions-League-Teilnehmer auf bewährte Kräfte setzen.
In Belgrad würde Jovanovic auf seinen Förderer Vladan Milojević treffen. «Er kennt Lazars Stärken perfekt», flüsterte mir ein Vereinsinsider beim letzten Heimspiel zu. Die Serben locken zudem mit europäischen Auftritten. Eine Kaufoption ist nicht vorgesehen – der VfB plant langfristig mit dem technisch versierten Angreifer.
Die Schwaben beobachten die Entwicklung ihres Talents genau. Eine Rückkehr im Sommer 2025 gilt als wahrscheinlich. Für Jovanovic könnte die Heimkehr der perfekte Schritt sein. Manchmal führt der Weg nach oben eben über einen kurzen Umweg. Im Fußball zählt letztlich die richtige Entwicklung – nicht der schnellste Aufstieg.