Auf der Autobahn A8 kam es heute Morgen zu einer dramatischen Situation, als ein Lastwagen zwischen Pforzheim und Stuttgart in Brand geriet. Der Vorfall ereignete sich gegen 5:30 Uhr in Fahrtrichtung Stuttgart und führte zu einer vollständigen Sperrung der Fahrbahn, die voraussichtlich noch bis zum Nachmittag andauern wird.
«Das Feuer hat den Lastwagen komplett zerstört», berichtet Polizeihauptkommissar Thomas Müller vor Ort. «Zum Glück konnte der Fahrer das Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt.»
Der brennende LKW transportierte Elektrogeräte, was die Löscharbeiten besonders herausfordernd machte. Die Feuerwehr Pforzheim war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Durch die starke Hitzeentwicklung wurde auch der Fahrbahnbelag erheblich beschädigt.
«Die Fahrbahn muss auf einer Länge von etwa 50 Metern komplett erneuert werden», erklärt eine Sprecherin der Autobahn GmbH. «Unsere Teams arbeiten unter Hochdruck, aber die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich bis in die späten Nachmittagsstunden dauern.»
Der Verkehr wird derzeit an der Anschlussstelle Pforzheim-Ost ausgeleitet. Die Polizei empfiehlt Autofahrern, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Als Umleitungsstrecken werden die U7 und U9 empfohlen.
Die Staulänge betrug am Vormittag bereits über acht Kilometer. Viele Pendler kamen mit erheblichen Verspätungen zur Arbeit. «Ich stehe seit über zwei Stunden im Stau», berichtet Anwohnerin Sabine Weber, die täglich von Pforzheim nach Stuttgart pendelt. «Zum Glück haben meine Kollegen Verständnis für die Situation.»
Die genaue Brandursache ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte ein technischer Defekt am Fahrzeug das Feuer ausgelöst haben. Der Sachschaden wird auf mindestens 150.000 Euro geschätzt.
Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Karlsruhe kommt es ebenfalls zu Verzögerungen, da viele Autofahrer die Unfallstelle beobachten. Die Polizei bittet ausdrücklich darum, keine Aufnahmen von der Unglücksstelle zu machen und sich auf den Verkehr zu konzentrieren.
Für Anwohner der umliegenden Gemeinden war der schwarze Rauch weithin sichtbar. «Der dunkle Qualm war schon vom Frühstückstisch aus zu sehen», erzählt Martin Huber aus Heimsheim. «So etwas erleben wir hier nicht alle Tage.»
Die Feuerwehr konnte inzwischen bestätigen, dass keine gefährlichen Stoffe ausgetreten sind und keine Gefahr für die Bevölkerung besteht. Die Bergungsarbeiten des ausgebrannten Fahrzeugs haben begonnen, gestalten sich jedoch durch die Ladung schwierig.
Autobahnmeisterei und Straßenbauunternehmen sind bereits mit Spezialfahrzeugen vor Ort, um die Fahrbahn zu reparieren, sobald die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen und wird den LKW nach Abschluss der Löscharbeiten genauer untersuchen.
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, regelmäßig Verkehrsmeldungen zu verfolgen und alternative Routen zu nutzen. Die Verkehrsleitzentrale Stuttgart hat zusätzliche Anzeigetafeln aktiviert, um Autofahrer frühzeitig zu informieren.