Der Schock sitzt tief in unserer Bahnlandschaft. Ein Zugbegleiter, der nur seinen Job machte, verlor nach einem brutalen Messerangriff sein Leben. Die Tragödie ereignete sich im Regionalexpress zwischen Koblenz und Mayen in Rheinland-Pfalz. Einfach unfassbar, wie alltägliche Situationen plötzlich in solch furchtbare Gewalt umschlagen können.
Der 27-jährige Bahnmitarbeiter hatte einen Fahrgast ohne gültigen Fahrschein kontrolliert. Was folgte, war eine Eskalation, die niemand vorhersehen konnte. Der Tatverdächtige, ein 39-jähriger Mann, stach mehrfach auf den Schaffner ein. «Jeder Angriff auf unsere Mitarbeitenden ist einer zu viel», betont Bahnvorstand Martin Seiler mit hörbarer Erschütterung. «Dieser tödliche Vorfall macht uns alle fassungslos.»
Ich erinnere mich an meine letzte Zugfahrt vergangene Woche. Der Schaffner scherzte mit Fahrgästen, half einer älteren Dame mit dem Gepäck. All das gehört zum normalen Arbeitsalltag dieser Menschen. Nun müssen wir uns fragen, wie wir jene besser schützen können, die täglich für unsere Mobilität sorgen. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen noch am Tatort fest. Eine Mordkommission ermittelt zu den genauen Hintergründen.
Die Gewerkschaft EVG fordert nun verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Gewalt im öffentlichen Raum. Als Gesellschaft müssen wir uns fragen: Wie konnten wir an diesen Punkt kommen? Und wichtiger noch – wie finden wir zurück zu mehr Respekt und Miteinander in unserem Alltag?