Ein gewaltsamer Vorfall hat am Wochenende die Münchner Innenstadt erschüttert. Ein Mann wurde bei einer Messerattacke vor dem bekannten Mathäser-Filmpalast schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich im Bereich des beliebten Kinos am Stachus, einem der zentralsten Plätze Münchens.
Nach ersten Informationen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, die schließlich eskalierte. Ein Beteiligter zog ein Messer und stach auf sein Opfer ein. Der Verletzte musste umgehend in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand wird als schwer, aber nicht lebensgefährlich beschrieben.
Die Polizei war schnell mit einem Großaufgebot vor Ort und sperrte den Tatort weiträumig ab. Zahlreiche Kinobesucher und Passanten wurden Zeugen des Vorfalls und zeigten sich erschüttert über die Gewalttat an diesem belebten Ort.
«Ich wollte gerade ins Kino gehen, als plötzlich alles voller Polizei war», berichtet eine Augenzeugin. «Es ist beängstigend, dass so etwas mitten in der Stadt passiert.»
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Beamte befragten Zeugen und sicherten Spuren am Tatort. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Behörden prüfen, ob es Videoaufnahmen von Überwachungskameras gibt, die bei der Aufklärung helfen könnten.
Der Mathäser-Filmpalast zählt zu den größten und bekanntesten Kinos Münchens und ist besonders am Wochenende ein beliebtes Ausflugsziel. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit in der Münchner Innenstadt auf.
Das Münchner Polizeipräsidium hat für die kommenden Tage verstärkte Präsenz in der Innenstadt angekündigt. «Wir nehmen solche Vorfälle sehr ernst und werden unsere Präsenz entsprechend anpassen», erklärte ein Polizeisprecher.
Die Beamten bitten Personen, die Hinweise zum Tathergang oder zum Täter geben können, sich bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Reihe von Gewalttaten mit Messern in deutschen Großstädten, die in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen sorgten. Stadtrat und Sicherheitsbehörden diskutieren bereits über verschärfte Maßnahmen wie Waffenverbotszonen in bestimmten Bereichen der Innenstadt.
Anwohner und Geschäftsleute in der Umgebung des Stachus zeigen sich besorgt. «Früher war das hier ein sicheres Viertel», sagt ein Gastronom, der in der Nähe ein Restaurant betreibt. «In letzter Zeit häufen sich leider solche Vorfälle.»
Die Stadt München verweist darauf, dass trotz einzelner Vorfälle die Kriminalstatistik insgesamt stabil sei. Dennoch plant die Verwaltung, das Sicherheitskonzept für die Innenstadt zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Oberbürgermeister Dieter Reiter äußerte sich bestürzt über den Vorfall und wünschte dem Opfer schnelle Genesung. «Gewalt hat in unserer Stadt keinen Platz», betonte er in einer ersten Stellungnahme.