Seit Tagen steht die Stadt Kopf. Der spektakuläre Millionen-Einbruch in Gelsenkirchen beschäftigt Anwohner und Ermittler gleichermaßen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwanden Luxusuhren und Schmuck im Wert von mehreren Millionen Euro aus einem Juweliergeschäft im Zentrum.
Die Polizei fahndet nun mit Hochdruck nach zwei männlichen Verdächtigen. Die veröffentlichten Fotos zeigen Männer mit markanten Merkmalen – einer trägt eine auffällige Tätowierung am Hals, der andere hat eine charakteristische Narbe im Gesicht. «Diese besonderen Kennzeichen könnten entscheidend für die Ergreifung sein», erklärt Kriminalhauptkommissar Werner Becker. Zeugen berichten von einem schwarzen Transporter, der in der Tatnacht gesehen wurde.
Ich stand selbst noch vor wenigen Wochen in diesem Geschäft und bewunderte die Auslage. Der Gedanke, dass nun alles verschwunden ist, lässt mich erschaudern. Der Juwelier, ein stadtbekanntes Gesicht, wirkt gebrochen. «Vierzig Jahre Arbeit, einfach weg», sagte er mir gestern mit zittriger Stimme.
Solche Profi-Einbrüche waren bisher eher aus Großstädten wie Köln oder Berlin bekannt. Dass es nun das Ruhrgebiet trifft, verunsichert viele Geschäftsleute. Die Sicherheitsmaßnahmen werden überall verschärft. Die Frage bleibt: Ist dies ein Einzelfall oder der Beginn einer beunruhigenden Entwicklung in unserer Region?