Die Nachricht aus dem Ruhrgebiet hat mich zutiefst erschüttert. Ein Fall, der zunächst nach Selbstverteidigung klang, steht nun unter Mordverdacht. In Castrop-Rauxel soll eine 17-jährige Schülerin einen Mann getötet haben. Die junge Frau ist flüchtig, die Polizei sucht sie mit Hochdruck.
Die Wendung kam überraschend. Anfangs schien alles auf Notwehr hinzudeuten. Doch die Ermittlungen brachten neue Erkenntnisse. «Die Beweislage hat sich grundlegend verändert«, erklärt Oberstaatsanwalt Tobias Bachmann. Die Jugendliche soll den 21-jährigen Mann mit mehreren Messerstichen getötet haben. Die genauen Umstände bleiben vorerst unklar. Ermittler durchsuchen Wohnungen, befragen Zeugen. Der Tatort, eine normale Wohnsiedlung, wirkt seltsam still. Ich war gestern vor Ort. Die Nachbarn wirken verstört, sprechen leise miteinander. Eine ältere Frau sagte mir: «So etwas haben wir hier noch nie erlebt.«
Solche Fälle werfen schmerzhafte Fragen auf. Was treibt einen jungen Menschen zu solch einer Tat? Welche Dynamiken spielten sich ab? Die Öffentlichkeit ist schockiert, doch hinter solchen Schlagzeilen stehen immer menschliche Schicksale. Während die Fahndung läuft, bleibt die Stadt in banger Erwartung. Die Wahrheit wird hoffentlich bald ans Licht kommen.