Der morgige Nordseegipfel sorgt für erhebliche Verkehrseinschränkungen in der Hamburger Innenstadt. Ab 5 Uhr früh müssen sich Pendler, Anwohner und Besucher auf Sperrungen rund um das Rathaus und die Binnenalster einstellen. Die Polizei Hamburg hat umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.
Die Verkehrsbehinderungen betreffen vor allem das Gebiet zwischen Jungfernstieg und Rathausmarkt. Nach Angaben der Verkehrsbehörde werden zahlreiche Straßenzüge für den regulären Verkehr gesperrt. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren. Besonders betroffen sind die Straßen Rathausmarkt, Reesendammbrücke und Ballindamm.
«Wir bitten alle Hamburgerinnen und Hamburger um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen», erklärt Polizeisprecher Martin Schmidt. «Die Sicherheit der internationalen Gäste hat höchste Priorität.» Schmidt empfiehlt, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder alternative Routen zu wählen.
Auch Fußgänger müssen mit Einschränkungen rechnen. Das Rathaus und die umliegenden Bereiche werden weiträumig abgesperrt. Anwohner und Beschäftigte in den betroffenen Gebieten benötigen Sonderausweise, um zu ihren Wohnungen oder Arbeitsplätzen zu gelangen. Diese wurden bereits im Vorfeld verteilt.
Der öffentliche Nahverkehr ist ebenfalls betroffen. Mehrere Buslinien werden umgeleitet. Die Hochbahn informiert, dass die Haltestellen Rathausmarkt und Jungfernstieg nicht angefahren werden können. Die U-Bahnlinie U3 fährt jedoch nach regulärem Fahrplan.
Beim Nordseegipfel treffen sich morgen Vertreter aus acht Anrainerstaaten in Hamburg, um über den Klimaschutz und die Zukunft der Nordseeregion zu beraten. Erwartet werden Minister und Delegationen aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Norwegen, den Niederlanden und Schweden.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von rund 1.000 Beamten im Einsatz. «Wir sind gut vorbereitet und werden für einen reibungslosen Ablauf sorgen», versichert Polizeisprecher Schmidt. Neben Hamburger Polizeikräften unterstützen auch Beamte aus anderen Bundesländern die Sicherungsmaßnahmen.
Anwohner und Geschäftsinhaber im Sperrgebiet wurden bereits Tage zuvor über die Einschränkungen informiert. «Natürlich bedeutet das für uns einen Umsatzausfall», sagt Anna Weber, Inhaberin eines Cafés am Rathausmarkt. «Aber wir verstehen die Notwendigkeit und hoffen, dass alles friedlich verläuft.»
Die Verkehrsbehinderungen werden voraussichtlich bis zum späten Abend andauern. Die Polizei rät dazu, aktuelle Verkehrsmeldungen zu verfolgen und mehr Zeit für Wege durch die Innenstadt einzuplanen. Für dringende Fragen hat die Stadt eine Hotline eingerichtet, die unter der Nummer 040-428 28 4000 erreichbar ist.