Der Streik ist vorbei, doch die Normalität kehrt langsam zurück. Nach drei Tagen Stillstand im öffentlichen Nahverkehr atmen viele Bayern auf. Gestern endete der Ausstand der Gewerkschaft Verdi. Die Busse und Straßenbahnen rollen wieder durch unsere Städte. Doch nicht überall läuft der Betrieb sofort reibungslos.
In München brauchte die MVG einen sanften Neustart. «Wir können nicht einfach einen Schalter umlegen», erklärt MVG-Sprecher Maximilian Kaltner. Die U-Bahnen fahren seit dem Morgen wieder im Normalfahrplan. Bei Trambahnen und Bussen gibt es noch vereinzelte Ausfälle. Ähnlich sieht es in Nürnberg aus. Die VAG meldet: U-Bahnen fahren normal, bei Bussen und Straßenbahnen kann es zu Unregelmäßigkeiten kommen.
Auch in Augsburg normalisiert sich die Lage schrittweise. «Manche Linien brauchen etwas länger», sagt Stadtwerke-Sprecherin Lisa Schmidt. In Regensburg, Würzburg und anderen Städten gilt: Fahrgäste sollten heute noch etwas mehr Zeit einplanen. Kleinere Verzögerungen sind möglich. Ich selbst stand heute morgen fünf Minuten länger an der Haltestelle als sonst. Ein Mitfahrer meinte schmunzelnd: «Immer noch besser als gestern zu Fuß durch den Regen.»
Der Streik hat gezeigt, wie abhängig wir vom öffentlichen Nahverkehr sind. Über 700.000 Menschen waren täglich betroffen. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Die nächste Verhandlungsrunde steht am 5. März an. Bis dahin sollten Busse und Bahnen wieder verlässlich fahren. Hoffen wir, dass beide Seiten eine Lösung finden – und wir nicht bald wieder zu Fuß gehen müssen.