Am Rand des Trainingsplatzes in Dortmund werden die Gerüchte immer lauter. Pascal Groß könnte den BVB nach nur wenigen Wochen wieder verlassen. Der 33-jährige Mittelfeldspieler, erst im Sommer von Brighton & Hove Albion gekommen, steht offenbar vor einer überraschenden Rückkehr auf die Insel. Die Statistik seiner kurzen BVB-Zeit: gerade einmal vier Pflichtspiele und 171 Einsatzminuten.
Die Gründe für den möglichen Blitzabschied liegen tief in der Transferstrategie beider Vereine. Brighton sucht nach dem Abgang von Stammspieler Billy Gilmour zum SSC Neapel dringend Ersatz im Mittelfeld. Groß kennt den Klub bestens, spielte dort sieben Jahre lang als Leistungsträger. «Pascal hat besondere Fähigkeiten, die nicht leicht zu ersetzen sind,» erklärte Brighton-Trainer Fabian Hürzeler kürzlich. Der BVB wiederum könnte mit einem Verkauf einen schnellen Transfergewinn erzielen. Groß kam für rund 2,5 Millionen Euro, ein Weiterverkauf würde diese Summe deutlich übertreffen.
Der Zeitpunkt des möglichen Wechsels ist brisant. In England schließt das Transferfenster bereits am Freitag. Die Schwarz-Gelben stehen unter Zeitdruck. Eine Entscheidung muss schnell fallen. Nuno Saraiva, Sportdirektor bei Brighton, soll bereits Kontakt aufgenommen haben. Bei meinem letzten Besuch im Trainingszentrum wirkte Groß merklich zurückhaltend, vermied Aussagen zu seiner Zukunft.
Für den BVB wäre der Abgang ein zweischneidiges Schwert. Finanziell ein Gewinn, sportlich ein Verlust an Erfahrung. Mit Felix Nmecha kehrt zwar ein verletzter Mittelfeldspieler zurück, doch die Kadertiefe würde leiden. Die nächsten 48 Stunden werden entscheidend sein. Der Fußball schreibt manchmal die überraschendsten Geschichten – diese könnte mit einer Heimkehr enden, bevor sie in Dortmund richtig begonnen hat.