Die Drogenszene am Düsseldorfer Hauptbahnhof bleibt ein Brennpunkt. Gestern führte die Polizei eine großangelegte Razzia durch, bei der 47 Personen kontrolliert wurden. Die Beamten stellten dabei verschiedene Betäubungsmittel sicher und nahmen drei Verdächtige fest.
«Wir setzen auf kontinuierliche Präsenz und konsequentes Einschreiten», erklärt Polizeidirektor Michael Schulz. Die Einsätze sollen das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken und Drogenhändler verdrängen. Anwohner berichten von zunehmender Verunsicherung im Bahnhofsumfeld. Als ich gestern vor Ort war, fiel mir auf, wie viele Familien mit Kindern den Vorplatz meiden.
Die Stadt hat parallel ein neues Hilfsangebot für Suchtkranke eingerichtet. Streetworker Carla Weber betont: «Wir müssen Betroffenen niederschwellige Unterstützung bieten, statt sie nur zu vertreiben.» Die Zusammenarbeit zwischen Ordnungskräften und sozialen Diensten wurde intensiviert.
Die Bahnhofsviertel-Initiative plant für nächsten Monat einen runden Tisch mit Anwohnern und Behörden. Der Kampf gegen die Drogenszene bleibt ein Balanceakt zwischen Repression und Hilfsangeboten – ein Problem, das sich nicht einfach wegsperren lässt.