Am Samstagabend unter Flutlicht steht für RB Leipzig mehr auf dem Spiel als nur drei Punkte. In Köln muss ein Sieg her, um im Kampf um die Champions-League-Plätze nicht den Anschluss zu verlieren. Sieben Punkte trennen die Sachsen derzeit vom begehrten vierten Tabellenplatz. Der FC hingegen kämpft am anderen Ende der Tabelle verzweifelt um jeden Zähler gegen den Abstieg.
Die Leipziger stehen unter enormem Druck. Die letzten Wochen brachten gemischte Gefühle. Ein überzeugendes 2:0 gegen Union Berlin, doch zuvor drei sieglose Ligaspiele in Folge. Trainer Marco Rose weiß um die Bedeutung: «Wir müssen jetzt konstanter werden und unsere Chancen nutzen. Die Champions League ist unser klares Ziel.» Die Statistik macht Hoffnung: Gegen Köln gab es in den letzten sechs Bundesliga-Duellen fünf Siege.
In der Domstadt herrscht trotz der prekären Lage erstaunliche Ruhe. «Leipzig ist individuell stark besetzt, aber wir spielen zuhause und haben nichts zu verlieren», erklärt FC-Kapitän Florian Kainz. Auffällig beim Abschlusstraining der Leipziger: Die Konzentration auf schnelle Umschaltmomente und präzise Steilpässe. Dabei wird besonders auf Xavi Simons gesetzt, der nach seiner Torlust in den letzten Wochen wieder zum Unterschiedsspieler werden soll.
Der Druck auf RB wächst mit jedem Spieltag. Eine Saison ohne Königsklasse wäre sportlich und finanziell ein herber Rückschlag. Für Köln geht es um das nackte Überleben in der Bundesliga. In solchen Spielen entscheiden oft nicht die großen taktischen Konzepte, sondern der größere Wille. Der Flutlichtglanz am Samstagabend verspricht ein emotionales Fußballfest mit enormer Bedeutung für beide Vereine.