Dortmund macht sich bereit für ein besonderes Karnevalserlebnis. Der Rosenmontagsumzug 2026 soll größer und bunter werden als je zuvor. Nach den Erfolgen der letzten Jahre plant die Stadt zusammen mit den Karnevalsvereinen eine Veranstaltung, die den rheinischen Hochburgen Konkurrenz machen könnte.
«Wir wollen zeigen, dass auch im Ruhrgebiet der Karneval fest verankert ist», sagt Michael Schmidt, Präsident des Festkomitees Dortmunder Karneval. «Der Rosenmontagsumzug 2026 wird ein Highlight für alle Jecken aus der Region.»
Die Planungen für das närrische Spektakel laufen bereits auf Hochtouren. Die Route wird voraussichtlich wieder durch die Innenstadt führen, mit Start am Königswall und Ende am Friedensplatz. Erwartet werden über 100 Gruppen mit prachtvollen Wagen, Musikkapellen und Tanzgarden.
Neu ist die geplante Live-Übertragung des gesamten Umzugs. Mit mehreren Kameras entlang der Strecke und einer mobilen Reportereinheit will der lokale Sender DoMedia das bunte Treiben direkt in die Wohnzimmer bringen. «Wer nicht vor Ort sein kann, soll trotzdem nichts verpassen», erklärt Programmdirektor Thomas Weber.
Die Stadt Dortmund unterstützt das Vorhaben mit zusätzlichen Mitteln. Oberbürgermeister Andreas Roth betont: «Der Karneval bringt Menschen zusammen und schafft Identität. Das wollen wir fördern, besonders nach den schwierigen Corona-Jahren.»
Für Familien mit Kindern wird es spezielle Bereiche geben, in denen sie den Umzug sicher und entspannt verfolgen können. «Die kleinen Narren sollen besonders viel Spaß haben», sagt Petra Klein vom Familienbeirat der Stadt.
Die Vereine fiebern dem Großereignis schon jetzt entgegen. «Wir arbeiten an einem spektakulären Wagen zum Thema ‹Dortmund im Wandel der Zeit'», verrät Karl-Heinz Müller von der Karnevalsgesellschaft «Fröhliche Narren». Auch andere Vereine planen aufwendige Beiträge.
Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf reichlich «Kamelle» freuen. Die Organisatoren rechnen mit mehreren Tonnen Süßigkeiten, die von den Wagen geworfen werden. «Wir achten aber auch auf Nachhaltigkeit», betont Schmidt. «Ein Teil der Wurfmaterialien wird aus regionaler, umweltfreundlicher Produktion stammen.»
Hotelier Stefan Wagner erwartet volle Häuser: «Die Nachfrage nach Zimmern ist schon jetzt spürbar. Viele Karnevalisten planen langfristig.» Auch die Gastronomen freuen sich auf das Ereignis. «Der Rosenmontag bringt Leben in die Stadt und füllt unsere Lokale», sagt Restaurantbesitzerin Maria Schneider.
Wer den Umzug live erleben möchte, sollte früh an der Strecke sein. Die Erfahrung der Vorjahre zeigt: Die besten Plätze sind schnell besetzt. Der Umzug beginnt traditionell um 14:11 Uhr.
«Helau und Glück auf!» – dieser Ruf wird 2026 wieder durch Dortmunds Straßen schallen und die besondere Mischung aus rheinischem Frohsinn und Ruhrgebietstraditionen zum Ausdruck bringen.
Die Stadt empfiehlt allen Besuchern, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Sonderbusse und zusätzliche Bahnen sollen eingesetzt werden, um den erwarteten Andrang zu bewältigen.
Für alle, die schon jetzt in Karnevalsstimmung kommen wollen: Die Sessionseröffnung am 11.11.2025 auf dem Alten Markt wird der erste Vorgeschmack auf den närrischen Höhepunkt im Februar 2026.