Der Winter zeigt endlich sein wahres Gesicht. Nach Wochen der milden Temperaturen kündigt sich nun ein drastischer Wetterumschwung an. Ich spürte es gestern schon beim Spaziergang durch den Park – dieser besondere Geruch in der Luft, der Schnee verspricht. Meteorologen sprechen von einem möglichen Schneeorkan, der Teile Deutschlands in den kommenden Tagen treffen könnte.
Die Prognosen der Wetterdienste sind beunruhigend deutlich. Besonders die östlichen und südöstlichen Regionen müssen sich auf extreme Schneefälle einstellen. «Wir erwarten stellenweise bis zu 40 Zentimeter Neuschnee innerhalb kurzer Zeit, verbunden mit starken Windböen«, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Die Kombination aus Schneefall und Wind könnte zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Vor drei Jahren erlebte ich einen ähnlichen Wintereinbruch in Bayern. Damals standen Züge still, Straßen waren unpassierbar. Die Erinnerung daran lässt mich vorsorglich Vorräte anlegen.
Die deutsche Bahn hat bereits reagiert und verstärkt ihre Winterteams. In Supermärkten beobachte ich die ersten Anzeichen von Hamsterkäufen. Besonders in ländlichen Gebieten bereiten sich die Menschen auf mögliche Einschränkungen vor.
Was mich nachdenklich stimmt: Solche extremen Wetterereignisse häufen sich. War früher ein Schneeorkan noch die große Ausnahme, gehören solche Wetterkapriolen inzwischen fast zum winterlichen Standardrepertoire. Während die einen den Schnee herbeisehnen, bangen andere vor den Folgen. Der Winter 2024 zeigt wieder einmal die zwei Gesichter unserer Jahreszeiten.