Article – Die weiße Pracht brachte heute das Leben in weiten Teilen Niedersachsens zum Stillstand. Schneebedeckte Straßen, vereiste Gehwege und Winterchaos sorgten für Freude bei den Kindern und Kopfzerbrechen bei Eltern. In mehreren Landkreisen fiel die Schule aus – eine unerwartete Verlängerung der Weihnachtsferien für viele Schülerinnen und Schüler.
Besonders betroffen waren die Landkreise Göttingen, Northeim und Goslar im südlichen Niedersachsen. «Die Sicherheit der Kinder hat absolute Priorität», erklärte Göttingens Landrat Marcel Riethig. In einigen Regionen fielen über Nacht bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Die Räumdienste arbeiteten seit den frühen Morgenstunden auf Hochtouren. Trotzdem blieben viele Nebenstraßen unpassierbar. Ich selbst brauchte heute Morgen eine Stunde länger zur Redaktion. Die Scheibenwischer meines Autos kämpften verzweifelt gegen den unaufhörlichen Schneefall an. Eine Nachbarin rutschte vor meinen Augen auf dem Gehweg aus – zum Glück ohne Verletzungen.
Nicht nur Schulen waren betroffen. Auch zahlreiche Kitas blieben geschlossen oder öffneten später. Die Bahn meldete erhebliche Verspätungen. Meteorologen warnen vor weiteren Schneefällen und Glättegefahr in den kommenden Tagen. Die winterlichen Verhältnisse erinnern viele ältere Niedersachsen an den legendären Winter 1978/79. Dabei war der Januar bisher eher zu mild gewesen. Klimawandel hin oder her – manchmal zeigt der Winter eben doch noch seine kalte Schulter.