Nach einer durchwachsenen Halbserie in der Oberliga Westfalen vollzieht Türkspor Dortmund einen Neuanfang. Der Verein hat mit Cihan Alkas einen neuen Cheftrainer gefunden, muss jedoch gleichzeitig den Abgang seines treffsicheren Angreifers Batuhan Demir verkraften.
Die Dortmunder, die aktuell auf dem 11. Tabellenplatz der Oberliga Westfalen stehen, reagieren damit auf die sportliche Entwicklung der vergangenen Monate. Sebastian Tyrala, der das Team bisher betreute, wird seine Aufgaben an Alkas übergeben, der bereits am kommenden Montag das Training leiten wird.
«Wir sind überzeugt, dass Cihan die richtige Person ist, um unser Team weiterzuentwickeln», erklärt Vereinsvorstand Ismail Kaynak. «Er kennt die Liga gut und bringt frische Ideen mit, die uns helfen werden, in der Rückrunde besser zu performen.»
Alkas selbst zeigt sich motiviert: «Türkspor hat viel Potenzial. Ich freue mich auf die Herausforderung und werde alles daransetzen, mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Wir haben noch einiges vor in dieser Saison.»
Ein herber Rückschlag für den Verein ist jedoch der Abgang von Batuhan Demir. Der 29-jährige Stürmer, der in dieser Saison bereits neun Treffer für Türkspor erzielte und damit zu den besten Torschützen der Liga zählt, wechselt zum Ligakonkurrenten Victoria Clarholz.
«Natürlich hätten wir Batuhan gerne behalten, aber er hat sich für einen neuen Weg entschieden, den wir respektieren», sagt Kaynak. «Sein Abgang bedeutet für uns, dass andere Spieler jetzt mehr Verantwortung übernehmen müssen.»
Die sportliche Leitung arbeitet bereits an Ersatz für den Torjäger. «Wir sind in Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen, die uns in der Offensive verstärken können», bestätigt der Sportliche Leiter Tuncay Demirarslan. «Der Transfermarkt ist nicht einfach, aber wir sind zuversichtlich, dass wir gute Lösungen finden werden.»
Die Fans von Türkspor Dortmund reagieren gemischt auf die Veränderungen. Während der Trainerwechsel überwiegend positiv aufgenommen wird, sorgt der Abgang von Demir für Enttäuschung. «Er war unser bester Mann vor dem Tor. Das wird schwer zu kompensieren sein», meint Dauerkarteninhaber Mehmet Öztürk.
Mit dem Restart will Türkspor den Blick nun nach vorne richten. Die Dortmunder haben noch 15 Ligaspiele vor sich, um die aktuelle Saison erfolgreich zu gestalten. Nach der Winterpause steht am 11. Februar das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer an.
«Wir haben jetzt einige Wochen Zeit, um uns neu zu sortieren und an unserem Spielsystem zu arbeiten», betont Alkas. «Die Mannschaft hat Qualität, wir müssen sie nur konstanter abrufen.»
Die Verantwortlichen bei Türkspor hoffen, dass der Trainerwechsel neuen Schwung in die Mannschaft bringt und man in der Tabelle noch einige Plätze gutmachen kann. Das nächste Heimspiel im Hoeschpark wird zeigen, ob der Neustart gelingt.