Die Mitsubishi Electric Halle bebte am Mittwochabend unter der Wucht der US-Hardcore-Band Turnstile. Über 5.000 Fans aus dem Rheinland erlebten ein Konzert, das die Grenzen zwischen Hardcore, Punk und Alternative Rock spielend niederriss. Bemerkenswert: Trotz der harten Musik blieb die Stimmung durchweg positiv – ein Phänomen, das die Düsseldorfer Musikszene so noch nicht erlebt hat.
«Was Turnstile heute gezeigt haben, ist mehr als nur ein Konzert. Es ist eine gemeinschaftliche Erfahrung, die Menschen verschiedenster Hintergründe zusammenbringt», erklärt Konzertveranstalter Michael Weber. Die fünfköpfige Band um Frontmann Brendan Yates lieferte eine schweißtreibende Show mit Hits aus ihrem gefeierten Album «Glow On». Die Mischung aus brachialem Sound und eingängigen Melodien verwandelte das Publikum in eine wogende Masse aus Pogo und Crowdsurfern. Besonders beeindruckend war der Moment, als die Band «Blackout» anstimmte und die Halle im Kollektiv ausrastete. Als langjährige Beobachterin der Szene muss ich gestehen: So eine Energie habe ich selten erlebt – die Düsseldorfer Konzertlandschaft bekommt hier frischen Wind.
Die Auswirkungen des Turnstile-Phänomens dürften die lokale Musikszene noch lange beschäftigen. Mehrere Veranstalter haben bereits angekündigt, verstärkt auf moderne Hardcore-Acts zu setzen. Was in der Mitsubishi Electric Halle passierte, war mehr als nur Musik – es war ein kulturelles Erdbeben, das zeigt, wie lebendig die Rockmusik auch 2024 noch sein kann.