In Frankfurt-Schwanheim fehlt seit Mittwochnachmittag jede Spur von einem achtjährigen Jungen. Der kleine Valentin wurde zuletzt gegen 14 Uhr in der Nähe seiner Grundschule im Frankfurter Stadtteil Schwanheim gesehen. Seitdem fehlt von dem Kind jede Spur, was bei Familie, Freunden und Anwohnern große Sorge auslöst.
Die Polizei Frankfurt hat umgehend eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Polizeibeamte durchkämmen seit Mittwochnachmittag die Gegend um die Goldsteinschule, wo der Junge zuletzt gesehen wurde. Besonders intensiv wird im angrenzenden Schwanheimer Wald gesucht, wo Einsatzkräfte mit Spürhunden unterwegs sind.
«Wir setzen alle verfügbaren Kräfte ein, um den Jungen zu finden», erklärt ein Sprecher der Frankfurter Polizei. «Neben Beamten zu Fuß und mit Fahrzeugen sind auch unsere Hubschrauberstaffel, Drohnen mit Wärmebildkameras und speziell ausgebildete Suchhunde im Einsatz.»
Valentin ist etwa 1,40 Meter groß, schlank und hat kurze blonde Haare. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er eine dunkelblaue Jacke, eine graue Hose und weiße Turnschuhe. Auffällig ist sein gelber Schulranzen mit einem Dinosaurier-Motiv.
Die Nachricht vom vermissten Kind verbreitete sich schnell in den sozialen Medien. Hunderte Frankfurter Bürger haben sich spontan an der Suche beteiligt. «Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist überwältigend», berichtet eine Lehrerin der Goldsteinschule. «Eltern anderer Kinder, Nachbarn und sogar Menschen aus anderen Stadtteilen kommen, um bei der Suche zu helfen.»
Besonders besorgniserregend ist der anhaltende Regen und die sinkenden Temperaturen. «Je länger die Suche dauert, desto schwieriger werden die Bedingungen», erklärt ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, die ebenfalls an der Suchaktion teilnimmt. «Besonders im Waldgebiet ist die Orientierung für ein Kind schwierig.»
Die Polizei bittet dringend um Mithilfe aus der Bevölkerung. «Wer Valentin gesehen hat oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, sollte sich sofort unter der Notrufnummer 110 oder bei jeder Polizeidienststelle melden», betont der Polizeisprecher. Auch kleine Details oder Beobachtungen könnten wichtig sein.
Valentins Eltern sind verzweifelt und hoffen auf ein schnelles Ende der Ungewissheit. «Jede Minute zählt», sagt ein Familienangehöriger mit zitternder Stimme. «Wir bitten alle, die Augen offenzuhalten und uns zu helfen, Valentin nach Hause zu bringen.»
Die Suchaktion soll auch in der Nacht fortgesetzt werden. Die Polizei hat zusätzliche Beleuchtung angefordert, um die dunklen Bereiche des Waldgebiets ausleuchten zu können. Zudem werden weiterhin alle eingehenden Hinweise sofort überprüft.
In der Nachbarschaft haben sich mehrere Anlaufstellen gebildet, wo sich freiwillige Helfer melden können. Das örtliche Gemeindezentrum dient als Koordinationsstelle und bietet Verpflegung für die Suchenden an.
«Frankfurt hält zusammen, wenn es um unsere Kinder geht», sagt eine Anwohnerin, die seit Stunden bei der Suche hilft. «Wir werden nicht aufgeben, bis Valentin wieder sicher bei seiner Familie ist.»