In einem aktuellen Vermisstenfall sucht die Dresdner Polizei seit dem vergangenen Wochenende nach dem 59-jährigen Peter K. Der Mann wurde zuletzt am Samstagmorgen gegen 8:30 Uhr im Stadtteil Loschwitz gesehen. Seine Familie meldete ihn später als vermisst, nachdem er nicht wie vereinbart nach Hause zurückgekehrt war.
Die Beamten haben umgehend Suchmaßnahmen eingeleitet, die bislang jedoch ohne Erfolg blieben. Besonders besorgniserregend ist, dass Peter K. auf Medikamente angewiesen ist, die er vermutlich nicht bei sich trägt. Ohne diese könnte sich sein Gesundheitszustand erheblich verschlechtern.
Peter K. ist etwa 1,75 Meter groß und von schlanker Statur. Er hat kurze, dunkelblonde Haare mit einer beginnenden Glatze und trägt eine Brille mit schwarzem Rahmen. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war er mit einer dunkelblauen Jeans und einer grünen Jacke bekleidet. Zudem führte er einen schwarzen Rucksack mit sich.
Die Polizei geht verschiedenen Hinweisen nach, darunter auch Berichte, dass Peter K. möglicherweise in Richtung Elbwiesen unterwegs gewesen sein könnte. «Wir setzen alle verfügbaren Mittel ein, um Herrn K. zu finden», erklärt Polizeisprecherin Jana Ulbricht. «Dazu gehören auch Suchhunde und die Unterstützung durch die Wasserschutzpolizei entlang der Elbe.»
Nach Angaben der Familie war Peter K. in letzter Zeit bedrückt, hatte sich aber nicht konkret zu Problemen geäußert. Freunde und Nachbarn beschreiben ihn als zuverlässigen und hilfsbereiten Menschen, der selten seine gewohnten Routinen durchbricht.
Die Polizei richtet einen dringenden Appell an die Bevölkerung: «Falls Sie Peter K. gesehen haben oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können, kontaktieren Sie bitte umgehend die Polizei unter der Telefonnummer 0351/483-2233 oder den Notruf 110.»
Auch an Spaziergänger in den Elbwiesen und angrenzenden Waldgebieten ergeht die Bitte, besonders aufmerksam zu sein und mögliche Beobachtungen sofort zu melden. In den sozialen Medien haben Angehörige und Freunde bereits Aufrufe geteilt und bitten um Unterstützung bei der Suche.
«Jeder Hinweis kann entscheidend sein», betont Polizeisprecherin Ulbricht. Die Beamten nehmen auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen ernst, da diese möglicherweise wichtige Puzzleteile liefern könnten.
Vermisstensuchen dieser Art sind für die Polizei Dresden keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.200 Vermisstenmeldungen bearbeitet, wobei die meisten Fälle innerhalb weniger Tage aufgeklärt werden konnten. Die Dunkelheit und winterlichen Temperaturen erschweren aktuell jedoch die Suche und erhöhen die Dringlichkeit.
Die Dresdner Bevölkerung hat in der Vergangenheit bei ähnlichen Fällen große Hilfsbereitschaft gezeigt. Die Polizei hofft, dass auch im Fall von Peter K. die gemeinsamen Anstrengungen bald zum Erfolg führen werden.