Article – Am Rande des packenden Saisonstarts muss der VfB Stuttgart einen finanziellen Rückschlag verkraften. Fast 100.000 Euro – genauer 98.250 Euro – fordert das DFB-Sportgericht als Strafe für Pyrotechnik-Vorfälle. Fans hatten während mehrerer Spiele der vergangenen Bundesliga-Saison unerlaubt Bengalos und Rauchkörper gezündet. Besonders schwer wiegt dabei der Vorfall beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund im April.
Die Schwaben können einem Teil der Strafe entgehen. 33.000 Euro darf der Verein für sicherheitstechnische Maßnahmen einsetzen. Diese Option wird vom DFB zunehmend angeboten, um Vereine zu konstruktiven Lösungen zu bewegen. «Wir nehmen die Strafe zur Kenntnis und werden die Möglichkeiten zur Investition in Sicherheitsmaßnahmen vollständig ausschöpfen», erklärt VfB-Sicherheitsbeauftragter Thomas Hachmeister.
Das Problem betrifft keineswegs nur den Champions-League-Teilnehmer aus Stuttgart. Pyrotechnik bleibt ein Dauerthema in deutschen Stadien. Allein in der vergangenen Saison verhängte das DFB-Sportgericht Strafen in Millionenhöhe. Die Vereine stehen dabei zwischen den Fronten. Einerseits schätzen sie die Atmosphäre, andererseits tragen sie das finanzielle Risiko.
Beim VfB sitzt man bereits mit Fanvertretern am Tisch. Gemeinsam sucht man nach Lösungen, die sowohl die Sicherheit als auch die Stimmung im Stadion berücksichtigen. Die Diskussion wird weitergehen – in Stuttgart und bundesweit. Die Frage bleibt: Wie schafft man den Spagat zwischen mitreißender Atmosphäre und notwendiger Sicherheit? Die Antwort könnte die Zukunft deutscher Fankulturen entscheidend prägen.