Im regenverhangenen Sportpark Höhenberg zeigte Viktoria Köln endlich wieder sein wahres Gesicht. Nach fünf sieglosen Spielen beendeten die Kölner ihre Durststrecke mit einem verdienten 2:0 gegen den 1. FC Saarbrücken. Die Erleichterung war greifbar. Mit nun 29 Punkten verschafft sich die Viktoria wieder etwas Luft im Tabellenmittelfeld der 3. Liga.
Bereits nach vier Minuten brachte Christoph Greger die Hausherren in Führung. Seine präzise Kopfballverlängerung nach einer Ecke ließ dem Saarbrücker Keeper keine Chance. Die Gäste wirkten geschockt, fanden kaum ins Spiel. «Wir wollten von Anfang an Dominanz ausstrahlen und den Gegner unter Druck setzen», erklärte Viktorias Trainer Olaf Janßen nach dem Spiel. Das gelang eindrucksvoll. Die Kölner kombinierten flüssig, gewannen die entscheidenden Zweikämpfe.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Saarbrücken den Druck, doch die Viktoria-Abwehr stand sicher. In der 68. Minute dann die Vorentscheidung: Luca Marseiler nutzte einen Konter eiskalt zum 2:0. Der Jubel auf den durchnässten Rängen kannte keine Grenzen. Die Fans trotzten dem Wetter, ihre Mannschaft dem Negativtrend.
Die Saarländer müssen ihre Aufstiegshoffnungen dagegen vorerst begraben. Für Viktoria Köln könnte dieser Erfolg der Wendepunkt sein. «Heute haben wir gezeigt, wozu wir fähig sind», resümierte Torschütze Greger. Mit dieser Leidenschaft dürfte der Blick wieder nach oben gehen. Der Fußball im Höhenberg lebt wieder.