Die digitale Wahlhilfe ist wieder am Start. Seit vergangener Woche können Unentschlossene den WahlSwiper zur baden-württembergischen Landtagswahl nutzen. Die App macht Politik greifbar für alle, die sich im Parteien-Dschungel verloren fühlen. Ich habe sie selbst ausprobiert und war überrascht, wie schnell man zu einem Ergebnis kommt.
Mit einfachen Wischbewegungen entscheidet man über 35 politische Thesen. Nach links für «Nein», nach rechts für «Ja» oder nach oben für «Neutral». Das Prinzip ist spielerisch einfach und funktioniert auf jedem Smartphone. «Wir wollen vor allem junge Menschen erreichen, die sonst wenig Berührungspunkte mit Politik haben«, erklärt Matthias Bannert, einer der Entwickler des WahlSwipers.
Die Themen reichen vom Nahverkehr über Bildungspolitik bis hin zu Sicherheitsfragen. Besonders interessant fand ich, dass zu jeder These kurze Erklärvideos angeboten werden. Diese liefern Hintergrundinformationen, ohne zu beeinflussen. Als ich neulich mit meinem Neffen darüber sprach, war er begeistert von der unkomplizierten Handhabung.
Der WahlSwiper zeigt am Ende, mit welchen Parteien man am meisten übereinstimmt. Das Ergebnis kann man sogar nach Themenbereichen filtern. Die Landtagswahl am 9. März rückt näher, und solche digitalen Helfer machen die Demokratie zugänglicher. In Zeiten sinkender Wahlbeteiligung ein wertvolles Werkzeug, das hoffentlich viele nutzen werden.