Der Dezember hat uns fest im eisigen Griff. Frost knistert unter den Stiefeln, und die Winterjacken werden endlich ihrer Bestimmung gerecht. Deutschland erlebt einen klassischen Wintereinbruch mit Temperaturen, die vielerorts deutlich unter null Grad fallen. Was manche als ungemütlich empfinden, lässt Winterfans jubeln.
Besonders kalt wird es in Bayern und Baden-Württemberg, wo das Thermometer auf bis zu minus 15 Grad sinken kann. Im Norden und Osten bleiben die Temperaturen mit minus 5 bis minus 10 Grad etwas milder. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glättegefahr auf den Straßen. «Diese Kältewelle ist bemerkenswert, aber nicht ungewöhnlich für Dezember», erklärt Meteorologe Thomas Müller. «Wir sehen hier ein klassisches Wintermuster.»
Ich selbst habe gestern meinen morgendlichen Kaffee mit steif gefrorenen Fingern aus dem Auto gekratzt. Die Eiskristalle funkelten wunderschön im Sonnenlicht – ein kleiner Trost für die Kälte. Während viele über die frostigen Temperaturen stöhnen, sehe ich überall strahlende Kindergesichter. Endlich können Schlitten und Schlittschuhe aus dem Keller geholt werden.
Die Kältewelle soll mindestens bis zur kommenden Woche anhalten. Danach könnte eine leichte Milderung eintreten. Dieser frühe Wintereinbruch weckt Erinnerungen an kältere Winter vergangener Jahrzehnte. Vielleicht ist es ein guter Moment, um sich auf die besinnlichen Seiten der kalten Jahreszeit zu besinnen – mit einer Tasse heißem Tee und dem Wissen, dass der Frühling irgendwann zurückkehrt.