In der Nacht zum Mittwoch ereignete sich ein verheerender Wohnungsbrand in Düsseldorf-Derendorf. Die Feuerwehr wurde gegen 2:30 Uhr in die Ulmenstraße gerufen, wo dichter Rauch aus einem Mehrfamilienhaus drang. Nach Angaben der Einsatzleitung waren über 40 Einsatzkräfte vor Ort. Die Brandstatistik zeigt, dass Nachbrände im Düsseldorfer Norden in diesem Jahr um 15 Prozent zugenommen haben.
Die Flammen konzentrierten sich auf eine Wohnung im ersten Stock. «Beim Betreten der Brandwohnung haben unsere Trupps unter Atemschutz eine leblose Person entdeckt», erklärte Einsatzleiter Stefan Bräutigam. Trotz sofortiger Reanimationsversuche konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Die Identität des Opfers ist noch ungeklärt. Nachbarn berichten, dass der Alarm sehr spät ausgelöst wurde. «Erst das Zerbersten der Fensterscheiben hat uns geweckt», sagte Anwohnerin Maria Keller. Die Wohnungstür war offenbar verriegelt, was den Einsatz verzögerte. Man spürt die Betroffenheit im sonst so lebendigen Viertel.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Experten des Landeskriminalamts untersuchen den Brandort seit Mittwochmorgen. Die übrigen Hausbewohner konnten nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Vorfall erinnert schmerzlich an die Wichtigkeit funktionierender Rauchmelder und offener Fluchtwege – Sicherheitsaspekte, die in Altbauvierteln wie Derendorf oft vernachlässigt werden.