Die Stadt atmet Kultur. Im Deutschen Nationaltheater Weimar fand gestern ein außergewöhnliches Erlebnis statt. Jung und Alt versammelten sich bei der Uraufführung des neuen Stücks «Horizonte des Wartens» – ein Ereignis, das mich persönlich berührte und nachdenklich stimmte.
Die Inszenierung verbindet klassische Elemente mit modernen Videocollagen. Regisseurin Katherina Weber hat eine bemerkenswerte Balance geschaffen. «Wir wollten die digitale Gegenwart mit zeitlosen menschlichen Fragen verknüpfen», erklärte sie mir nach der Vorstellung. In den Gesichtern der Zuschauer spiegelte sich Begeisterung wider. Besonders beeindruckten mich die jungen Darsteller, die komplexe emotionale Zustände authentisch verkörperten.
Als langjährige Theaterbesucherin erlebte ich selten eine solche Stille im Publikum. Währenddessen erreichte mich die Nachricht, dass Gera nun komplett auf Elektrobusse umsteigen will. Kultur und Umweltbewusstsein prägen unsere Region zunehmend. Ein Silobrand in Altenburg sorgte gleichzeitig für Aufregung, glücklicherweise ohne Verletzte.
Thüringens Kulturszene und Alltagsleben verschmelzen zu einem vielschichtigen Bild unserer Heimat. Die gestrigen Ereignisse zeigen: Wir leben in einer Region des Wandels. Traditionsbewusstsein und Fortschritt gehen Hand in Hand. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass unsere kulturelle Identität lebendig ist und sich stetig weiterentwickelt.