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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Berlin > Holocaust Gedenkzeremonie Berlin 2024: Lichterzeremonie zum Gedenken
Berlin

Holocaust Gedenkzeremonie Berlin 2024: Lichterzeremonie zum Gedenken

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Januar 26, 2026 7:47 pm
Julia Becker
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Berlin erinnert an die Opfer des Holocaust mit bewegender Lichterzeremonie

In einer stillen Geste kollektiver Erinnerung versammelten sich gestern Abend hunderte Berlinerinnen und Berliner am Mahnmal für die ermordeten Juden Europas. Sie kamen zusammen, um der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust zu gedenken. Die jährliche Gedenkzeremonie fiel mit dem 79. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zusammen.

Der Berliner Senat, religiöse Gemeinschaften und Bürgergruppen organisierten gemeinsam die Veranstaltung. Die Gedenkfeier begann mit dem Entzünden von sechs großen Kerzen – jede symbolisiert eine Million ermordeter Juden. Überlebende des Holocaust, ihre Nachkommen und führende Politikerinnen und Politiker entzündeten gemeinsam die Flammen.

«Das Gedenken ist nicht nur eine Pflicht der Erinnerung, sondern ein aktives Bekenntnis gegen das Vergessen», sagte die Regierende Bürgermeisterin in ihrer Ansprache. «In Zeiten, in denen antisemitische Vorfälle zunehmen, ist es wichtiger denn je, zusammenzustehen.»

Besonders bewegend war die Teilnahme mehrerer Holocaust-Überlebender, die ihre persönlichen Geschichten mit den Anwesenden teilten. Die 93-jährige Ruth Winkelmann, die als Kind in Berlin untertauchen musste, mahnte: «Wenn wir nicht mehr da sind, müsst ihr unsere Stimmen sein. Erzählt weiter, was geschehen ist.»

Ein wachsendes Bewusstsein für Verantwortung

Die Gedenkveranstaltung fand in einem Jahr statt, in dem Berlin verstärkte Anstrengungen unternimmt, die Erinnerungskultur zu stärken. Neue Bildungsinitiativen in Schulen und digitale Projekte sollen besonders junge Menschen erreichen. Ein kürzlich gestartetes Zeitzeugenprojekt dokumentiert die letzten Überlebenden in hochauflösenden 3D-Interviews für zukünftige Generationen.

«Wir stehen an einem Wendepunkt«, erklärte Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland. «Die Generation der Zeitzeugen schwindet, und wir müssen neue Wege finden, die Erinnerung lebendig zu halten.»

Die Statistik zeigt, wie wichtig diese Bemühungen sind: Eine aktuelle Umfrage der Bertelsmann-Stiftung ergab, dass 23 Prozent der jungen Deutschen zwischen 18 und 25 Jahren wenig oder gar nichts über den Holocaust wissen. Gleichzeitig meldete die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) einen Anstieg antisemitischer Vorfälle um 36 Prozent im vergangenen Jahr.

Gedenkkultur im Wandel

Das Holocaustgedenken in Berlin hat sich über die Jahrzehnte gewandelt. Was anfangs oft von Verdrängung geprägt war, entwickelte sich zu einer vielschichtigen Erinnerungskultur. Heute gibt es in der Hauptstadt über 500 Gedenkorte, die an die NS-Zeit erinnern.

«Die Berliner Gedenklandschaft ist einzigartig in der Welt«, sagte Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt, die als Gastrednerin teilnahm. «Sie zeigt, wie eine Stadt ihre Verantwortung annimmt und gleichzeitig einen Raum für jüdisches Leben in der Gegenwart schafft.»

Neben dem zentralen Holocaust-Mahnmal fanden gestern kleinere Gedenkveranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen statt. In Charlottenburg wurden Stolpersteine gereinigt, in Kreuzberg lasen Schulkinder Namen von Deportierten vor, und in Mitte öffnete die Topographie des Terrors für eine Sonderführung.

Jüdisches Leben in Berlin heute

Trotz der dunklen Vergangenheit erlebt Berlin heute eine Renaissance jüdischen Lebens. Mit etwa 30.000 jüdischen Einwohnern beherbergt die Stadt die größte jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Neue Synagogen, koschere Restaurants und kulturelle Einrichtungen zeugen von dieser Entwicklung.

«Es ist wichtig zu verstehen, dass wir nicht nur der Toten gedenken», betonte Rabbiner Yehuda Teichtal von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. «Wir feiern auch die Lebendigkeit und Zukunft des jüdischen Lebens in dieser Stadt.»

Die Gedenkfeier schloss mit einem gemeinsamen Kaddisch-Gebet und dem stillen Niederlegen von Steinen und Rosen am Mahnmal – eine jüdische Tradition, um zu zeigen, dass man am Grab eines Verstorbenen war und seiner gedacht hat.

Als die Dämmerung über Berlin hereinbrach, bildeten die vielen kleinen Lichter ein eindrucksvolles Bild gegen den dunklen Winterhimmel. Die Botschaft war klar: Das Gedenken ist nicht nur Erinnerung an die Vergangenheit, sondern ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft.

«Nie wieder beginnt hier und heute, mit jedem Einzelnen von uns», waren die abschließenden Worte der Veranstaltung, die noch lange nachhallten, als die Teilnehmer langsam den Platz verließen.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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