In den frühen Morgenstunden kam es heute auf der A5 bei Frankfurt zu einem schweren Verkehrsunfall mit sechs beteiligten Fahrzeugen. Nach ersten Informationen der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 6:30 Uhr zwischen dem Frankfurter Kreuz und der Anschlussstelle Frankfurt-Niederrad in Fahrtrichtung Norden.
Glücklicherweise wurden nach derzeitigem Kenntnisstand keine Personen schwer verletzt. Zwei Fahrer erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. «Angesichts des Ausmaßes des Unfalls können wir von Glück sprechen, dass es keine Schwerverletzten gibt», erklärte Polizeisprecher Michael Weber vor Ort.
Der Unfall führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Zwei von drei Fahrspuren mussten für die Bergungsarbeiten gesperrt werden. Der Verkehr staute sich zeitweise auf bis zu acht Kilometer Länge zurück bis zum Bad Homburger Kreuz. Viele Pendler mussten Verzögerungen von mehr als einer Stunde in Kauf nehmen.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnte überhöhte Geschwindigkeit bei nasser Fahrbahn die Unfallursache gewesen sein. «Die Fahrbahnverhältnisse waren durch den morgendlichen Regen beeinträchtigt. Wir appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Geschwindigkeit den Wetterbedingungen anzupassen», betonte Weber.
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufwendig, da Trümmerteile über alle Fahrspuren verteilt waren. Neben der Polizei waren auch die Feuerwehr Frankfurt, mehrere Rettungswagen und ein Abschleppunternehmen im Einsatz. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in den späten Vormittag an.
Für die zahlreichen Berufspendler im Rhein-Main-Gebiet hatte der Unfall spürbare Auswirkungen. «Ich stehe seit über einer Stunde im Stau und komme zu spät zur Arbeit», berichtete Pendlerin Sabine Müller, die täglich von Bad Homburg nach Frankfurt pendelt. Auch die umliegenden Ausweichstrecken waren schnell überlastet.
Die Polizei empfahl Autofahrern, den Bereich weiträumig zu umfahren und wenn möglich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Mittlerweile konnte eine Fahrspur wieder freigegeben werden, der Verkehr fließt jedoch weiterhin nur stockend.
Der Sachschaden wird von der Polizei auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Vier der sechs beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Die Verkehrspolizei bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 069-12345678 zu melden. Besonders hilfreich wären Hinweise von Fahrern, die möglicherweise über Dashcam-Aufnahmen des Unfallhergangs verfügen.
Dieser Unfall reiht sich ein in eine Serie von Verkehrsunfällen auf diesem Autobahnabschnitt in den letzten Wochen. Die Polizei prüft, ob zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Nässe erforderlich sind.