Die 84. Minute im Rheinderby wird Gladbach teuer zu stehen kommen. Eric Martels Ausgleichstreffer zum 3:3 kostete die Borussia virtuell 7,5 Millionen Euro. In der Fernsehgeld-Tabelle rutschte der Traditionsverein um zwei Plätze ab. Jeder Rang bedeutet etwa 2,5 Millionen Euro Unterschied.
Sieben Spieltage vor Saisonende spitzt sich die Lage zu. Mehr als die Hälfte aller Bundesliga-Teams kämpft gegen den Abstieg. Gleichzeitig entscheidet jeder Tabellenplatz über Millionen aus dem TV-Topf. Die Crunchtime hat begonnen.
Siege von Werder Bremen und Mainz verschärften Gladbachs Situation zusätzlich. Bis Martels Treffer lag die Borussia auf Rang neun. Die Stimmung im Stadion kippte spürbar. Aus dem möglichen Sprung nach vorn wurde ein Rückschlag.
Die Verteilung folgt der Fünf-Jahres-Wertung. Die aktuelle Saison zählt fünffach, die vorherige vierfach. Jeder Bundesliga-Platz bringt fünf Punkte in dieser Wertung. Nach dem 26. Spieltag liegt Gladbach mit 378 Punkten auf Rang 13.
Hoffenheim führt diese Gruppe mit 416 Punkten an. Union Berlin folgt mit 400 Zählern. Dahinter liegen Bremen und Augsburg gleichauf bei 380 Punkten. Der Kampf um jeden Rang bleibt bis Mai offen.
Die Ausgangslage ist kompliziert für die Fohlen. Hoffenheim und Union sind bereits enteilt. Mainz liegt fünf Ränge voraus. Bremen hat zwei Plätze Vorsprung. Nur Wolfsburg wurde überholt.
„Primär geht es um den Klassenerhalt», betonen Vereinsoffizielle. Ein Abstieg würde 30 Millionen Euro aus dem TV-Topf kosten. Die finanzielle Lage bei Borussia macht jeden Euro wichtig. Jeder Punkt zählt doppelt.
Der Saisonendspurt wird zur Millionen-Jagd. Gladbach muss jede Chance nutzen. Das Derby zeigte, wie schnell Millionen verloren gehen können. Die kommenden Wochen entscheiden über die finanzielle Zukunft des Vereins.