Die Tribüne bebte, als die Partie in die Verlängerung ging. Der SV Sonsbeck, nur wenige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt, hatte 90 Minuten lang auf Augenhöhe mit dem Drittligisten Rot-Weiss Essen gekämpft. Ein wahr gewordener Fußballtraum für den Klub aus dem Kreis Viersen, der sich trotz 0:2-Rückstand nie aufgegeben hatte und den Ausgleich erzwang.
Dann kam die böse Überraschung der Verlängerung. Innerhalb von nur fünf Minuten fielen drei Gegentore, die alle Hoffnungen zunichtemachten. Die Jungs waren nach dem Doppelschlag mental komplett weg, analysierte Trainer Sascha Glodowski im Anschluss. Die Taktik, mit hohem Druck und kompakter Viererkette zu operieren, war bis dahin aufgegangen. Doch die Kraftreserven der Amateure waren erschöpft. Ein direktes Duell an der Seitenlinie zeigte die ganze Dramatik: Ein erschöpfter Sonsbecker Verteidiger konnte nur noch dem deutlich schnelleren Essener Stürmer hinterherlaufen.
Am Ende stand ein 1:7, das die Leistung der ersten 90 Minuten nicht gerecht würdigt. Wir haben gezeigt, dass wir mitspielen können, sagte Kapitän Lukas Jansen. Aber auf diesem Niveau wird jeder Fehler sofort bestraft. Für den SV Sonsbeck bleibt die Erkenntnis, gegen Profis bestehen zu können. Für Rot-Weiss Essen ist es ein wichtiger Schritt Richtung Pokalziel, der jedoch die eigenen Defizite in der Defensive offenlegte. Manchmal sagt eine Niederlage mehr über einen Verein aus als ein Sieg – und der Kampfgeist der Sonsbecker wird am Niederrhein noch lange in Erinnerung bleiben.
- Intensive 90 Minuten
- Auf Augenhöhe mit Rot-Weiss Essen
- Kraftreserven erschöpft
- Mentale Erschöpfung nach Doppelschlag
- Wichtiger Schritt für Rot-Weiss Essen
- Kampfgeist der Sonsbecker
| Mannschaft | Spielergebnis | Analyse |
|---|---|---|
| SV Sonsbeck | 1:7 | Gute Leistung, aber viele Fehler |
| Rot-Weiss Essen | 7:1 | Starker Auftritt, Defensive schwach |