Bei den Festspielen MV in Ulrichshusen hörte ich gestern nicht nur Musik. Ich spürte auch die politische Spannung in der Luft. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sprach Klartext. Sie warnte vor Angriffen auf Kunst und Presse. „Wir leben in Zeiten, wo die Kulturfreiheit angefeindet wird“, sagte sie. Ihr Appell traf den Nerv unserer unruhigen Epoche. Direkt vor der Landtagswahl ist das ein deutliches Signal.
Ihre Kritik zielte klar auf die AfD. Die Partei will den Rundfunkbeitrag abschaffen. Schwesig betonte die Folgen. „Wer das abschaffen wolle, schaffe damit auch die Kulturangebote des NDR ab“. Das ist mehr als Haushaltspolitik. Es geht um unsere kulturelle Infrastruktur. Ich erinnere mich an NDR-Produktionen von Usedom bis Rügen. Sie prägen unsere regionale Identität. Eine Umfrage zeigt die Dramatik. Die AfD liegt bei 36 Prozent. Die SPD folgt mit 29 Prozent. Diese Zahlen machen Schwesigs Warnung sehr konkret.
Wo führt das hin? Kultur ist kein Luxus. Sie ist der Kitt unserer Gesellschaft. Vor meinem geistigen Auge sehe ich leere Theater und stille Studios. Das darf nicht unsere Zukunft sein. Schwesig hat recht. Wir müssen diese Freiheiten verteidigen. Nicht nur in Wahlkampfzeiten. Sondern jeden Tag. Für eine lebendige, vielfältige Kulturlandschaft hier im Norden. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung.
- Kulturfreiheit verteidigen
- Politische Verantwortung übernehmen
- Kulturelle Infrastruktur erhalten
- Regionale Identität stärken
- Öffentliche Diskussion anregen
- Vielfalt in der Kulturszene fördern
| Partei | Prozent |
|---|---|
| AfD | 36% |
| SPD | 29% |