Ich stehe vor diesem rostigen Überrest und kann den Kult kaum fassen. Dieser Opel Manta, der über fünf Jahrzehnte in der Donau lag, zieht täglich bis zu hundert Menschen an. In der Oldtimerfabrik Neu-Ulm ist er jetzt eine skurrile Attraktion – und ein faszinierendes Stück deutscher Popkulturgeschichte.
Peter Wirsching, Geschäftsführer der Oldtimerfabrik, lacht. „Was der Regen wegwäscht, darf weg. Aber der Rest ist Kunst im weitesten Sinne.“ Er hat recht. Der Anblick dieses völlig demolierten Gelb, das Dach auf den Sitzen, ist absurd und irgendwie poetisch. Probesitzen geht nicht mehr, doch das stört niemanden. „Der Manta regt die Fantasie an“, sagt Wirsching. Das merke ich selbst. Ich denke an den Film „Manta Manta“, an Tieferlegung und eine ganze Ära. Die Geschichte des Wracks ist selbst ein Krimi: 1972 gestohlen, dann Jahrzehnte im Fluss. Wer ihn dort versenkte, bleibt sein Geheimnis.
Jetzt steht er hier, ein ikonisches Wrack. Die Besucher kommen, schweigen und schauen. Einmal wurden sogar die Reifen aufgeschlitzt – auf der Suche nach Gold. Dieser Manta ist mehr als nur altes Eisen. Er ist ein Symbol, das Erinnerungen wachruft und Geschichten erzählt. Auch wenn er nie wieder fahren wird, fährt er doch weiter – in unserer kollektiven Vorstellung. Ein rostiges Denkmal für eine ganze Generation.
- Über 50 Jahre in der Donau
- Skurrile Attraktion in Neu-Ulm
- Denkmal der deutschen Popkultur
- Einblick in die Fantasie der Besucher
- Geschichten und Erinnerungen weckend
- Eine Ära der Automobilgeschichte
| Attribute | Details |
|---|---|
| Marke | Opel |
| Modell | Manta |
| Baujahr | Unbekannt (gestohlen 1972) |
| Standort | Neben der Donau |
| Besucherzahl | Bis zu 100 pro Tag |
| Besonderheit | Symbol für eine Generation |