Nach dem fulminanten 4:0-Auswärtssieg in der ersten DFB-Pokalrunde bei Hansa Rostock steht der VfB Stuttgart vor einer der größten Herausforderungen der neuen Saison. Am Freitagabend (20.30 Uhr, live auf Sat1 und Sky) geht es zum Bundesliga-Auftakt ausgerechnet zum Rekordmeister FC Bayern München. In der schwämbischen Landeshauptstadt sind die Erwartungen nach einer starken Vorsaison und einem gelungenen Saisonstart hoch. Wir haben mit Timo Scheufler, dem Vorsitzenden eines großen VfB-Fanclubs, über die brisanten Personalien, die Stimmung in der Kurve und die realistischen Perspektiven für das Duell in München gesprochen.
«Die Stimmung ist hervorragend, aber auch klar im Kopf», sagt Scheufler gleich zu Beginn. «Das 4:0 in Rostock war ein wichtiges Statement, vor allem die Art und Weise. Aber Freitag in München ist eine komplett andere Hausnummer.» Der Fanclubvorsitzende spricht damit vielen Anhängern aus der Seele. Die Euphorie nach dem Pokalspiel ist groß, doch der Respekt vor dem ersten Ligagegner ebenso.
Besonders beeindruckt hat in Rostock der neue Stürmer Dženan Pejcinovic. Der Neuzugang erzielte gleich in seinem ersten Pflichtspiel drei Tore und katapultierte sich damit sofort in die Herzen der Fans. «So einen Start kann sich kein Spieler erträumen», analysiert Scheufler. «Pejcinovic hat gezeigt, warum der Verein ihn geholt hat. Er bringt Dynamik, Abschlussstärke und genau die offensive Variante, die wir vielleicht noch gebraucht haben.» Diese Personalie sei ein wichtiges Puzzleteil für die Saisonplanung gewesen.
Doch der VfB muss am Freitag nicht nur gegen einen der stärksten Gegner der Liga antreten, sondern auch ohne seinen Kapitän und Rückhalt. Wichtige Personalien im defensiven und mittleren Bereich sind verletzt oder noch nicht voll einsatzfähig. Scheufler geht davon aus, dass dies die größte Herausforderung werden wird. «Bayern nutzt jeden Raum, jeden Fehler. Wir müssen defensiv absolut konzentriert und als Einheit auftreten. Das wird mit einer möglicherweise umgebauten oder noch nicht eingespielten Reihe extrem schwer.»
Auf die direkte Frage nach den Titelchancen in diesem speziellen Spiel lacht Scheufler zunächst. «In einem Spiel, vor allem zum Auftakt, gibt es immer eine Chance. Das ist Fußball. Aber realistisch betrachtet: Ein Punkt in München wäre ein mega Erfolg. Ein Sieg wäre eine Sensation, die die gesamte Saison beflügeln könnte.» Es gehe weniger um die konkrete Titeljagd, sondern um das Zeigen einer guten Leistung und das Mitnehmen von Erkenntnissen für die lange Saison.
Für die Fans sei das Spiel in München trotz der schwierigen Ausgangslage ein Höhepunkt. «Alle wissen, was in der Allianz Arena auf uns wartet. Aber genau das macht es auch spannend. Wir fahren nicht hin, um zu verlieren. Wir fahren hin, um zu sehen, wo wir stehen, und um unseren Jungs den Rücken zu stärken – egal was passiert.» Viele Fanclubs organisieren gemeinsame Ausfahrten und Public-Viewings in den Stuttgarter Vereinsheimen und Kneipen.
Langfristig, so Scheufler, dürfe man sich von diesem einen Spiel nicht zu sehr beeinflussen lassen. «Die Saison hat 34 Spieltage. Was zählt, ist die konstante Leistung, die Entwicklung der Mannschaft und das Erreichen der gesetzten Ziele.» Dazu gehöre definitiv der erneute Anschluss an die internationalen Plätze. Der VfB habe im vergangenen Jahr gezeigt, dass man mit einer starken Gemeinschaft, einer klugen Taktik und leidenschaftlichen Spielern etwas bewegen kann.
Der Auftakt bei Bayern sei dabei eine Feuerprobe. «Wenn wir da mit einer guten Leistung und vielleicht sogar einem Punkt herauskommen, dann sendet das ein Signal an den Rest der Liga. Dann wissen alle: Der VfB ist wieder da und kämpft.» Für die Fans in Stuttgart und der gesamten Region beginnt am Freitagabend eine neue Reise. Mit einem äußerst schweren ersten Schritt, aber mit dem unbändigen Glauben an ihre Mannschaft.
Eines ist sicher: Die Mercedes-Benz Arena in Stuttgart wird am Freitag voll sein – vor den Bildschirmen. Und am Samstag, egal wie das Ergebnis ausgeht, wird der VfB Stuttgart weiter von seiner treuen Anhängerschaft unterstützt. Denn wie Timo Scheufler abschließend sagt: «Wir sind keine Fanclub-Mitglieder nur für die Siege. Wir sind es für den VfB. Gute Zeiten und schlechte Zeiten. Und Freitag abend werden wir jede gute Aktion unserer Jungs feiern, als ob es ein Tor wäre.»
Schlüsselspieler des VfB Stuttgart
- Dženan Pejcinovic – Stürmer
- Kapitan – Name nicht genannt
- Defensive Spieler – Name nicht genannt
- Mittelfeldspieler – Name nicht genannt
- Trainer – Name nicht genannt
- Fanclubvorsitzender – Timo Scheufler
Statistiken zum Spiel
| Aspekt | VfB Stuttgart | FC Bayern München |
|---|---|---|
| Letztes Spiel | 4:0 gegen Hansa Rostock | Nicht angegeben |
| Saisonauftakt | Bundesliga | Bundesliga |
| Verletzte Spieler | Kapitän und weitere | Nicht angegeben |
| Fanstimmung | Hervorragend | Unbekannt |