Am sechsten Bundesligaspieltag in Folge stolperte Borussia Mönchengladbach ins Stadion. Die Bilanz vor dem Spiel in Stuttgart: Null Punkte, 21 Gegentore. Doch diesmal schreiben die Fohlen eine andere Geschichte. Sie drehen ein 0:1 und gewinnen 3:2. Das beendet den Horror-Start und verhindert einen historischen Negativrekord. Kein Team hätte je die ersten sieben Saisonspiele verloren.
Cheftrainer Alexander Blessin musste seine notdürftig zusammengeflickte Abwehr erneut umstellen. Ein Faktor war das Fehlen von Jordan Beyer. Dennoch fand seine Mannschaft nach dem frühen Patzer von Keeper Moritz Nicolas in den Spiel. „Wir haben den Fehler gemeinsam weggebügelt“, sagte später Tomas Cvancara. Die Wende begann mit einem spektakulären Hackentreffer von Joe Scally zum 1:1. In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann die neue Entschlossenheit. Alassane Aina und Franck Honorat trafen für die verdiente Führung. Von der Seitenlinie aus konnte man spüren, wie der Druck von der Mannschaft wich. Jeder Ballgewinn wurde laut bejubelt.
Der VfB Stuttgart blieb an diesem Abend weit unter seinen Möglichkeiten. Die müden Beine nach dem Champions-League-Kampf gegen Atlético waren sichtbar. Der enttäuschende Pfiff der Heimfans zur Halbzeit sagte alles. Für Gladbach ist dieser Dreier mehr als nur drei Punkte. Es ist ein fundamentaler Vertrauensbeweis in Blessins Arbeit. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie kämpfen kann. Die nächste Aufgabe wartet schon. Es geht darum, diese Energie nun mit nach Hause zu nehmen. Der schwierigste Schritt ist getan. Der Weg zurück beginnt mit einem einzigen, aber so wichtigen Sieg.
- Bilanz vor dem Spiel: Null Punkte
- 21 Gegentore
- Wende durch Joe Scally
- Gegentore nach Champions-League-Kampf
- Dreier wichtiger Vertrauensbeweis
- Die nächste Aufgabe wartet
| Team | Punkte | Gegentore |
|---|---|---|
| Borussia Mönchengladbach | 3 | 2 |
| VfB Stuttgart | 0 | 3 |