Vom Stadionrand aus sieht man genau, woran es Stuttgart derzeit fehlt. Die Schwaben begannen mit Druck und gingen früh in Führung, verloren aber das Spiel am Ende mit 2:3 gegen das bisher punktlose Gladbach. Das ist eine schmerzhafte Heimpleite, die den Abstiegskampf der Saison weiter verschärft. Stuttgart bleibt mit nur sechs Punkten gefährlich nahe am Tabellenkeller.
Die taktische Disziplin zerbrach nach dem frühen Führungstreffer. Man ließ Gladbach zu viel Raum in den Übergängen. Trainer Sebastian Hoeneß sagte nach dem Spiel: «Wir verlieren nach einer guten Anfangsphase die Kontrolle. Das ist mental gerade ein großes Problem.» Besonders in der zweiten Halbzeit fehlte es an Aggressivität im Zweikampf und an Ideen nach vorne. Der anfängliche Druck verpuffte komplett. Man spürte die zunehmende Unsicherheit in jeder Aktion, ein gefährliches Omen für ein Team in dieser Lage.
Persönlich beeindruckte mich die Reaktion der Gladbacher Spieler. Trotz der vielen Verletzungen und der aussichtslosen Tabellensituation kämpften sie um jeden Ball. Diese Einstellung vermisste man bei einigen Stuttgartern im entscheidenden Moment. Es fehlte der letzte Biss.
Diese Niederlage wiegt schwer. Sie ist ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt und ein Stimmungsbruch vor der schwierigen Auswärtspartie in Leverkusen. Die Mannschaft muss jetzt schnell aus dieser negativen Spirale finden. Ansonsten droht der Saisonzielkonflikt schon im Herbst zu eskalieren.
- Früher Führungstreffer
- Taktische Disziplin gebrochen
- Ungenügende Aggressivität
- Fehlende Ideen nach vorne
- Unsicherheit während des Spiels
- Stimmungsbruch vor Auswärtsspiel
| Team | Punkte | Situation |
|---|---|---|
| Stuttgart | 6 | Gefährlich nahe am Tabellenkeller |
| Gladbach | 0 | Viele Verletzungen |