Vom Rasen in Stuttgart hallt noch der Jubel der Gladbach-Fans. Ihr Team hat Geschichte vermieden. Kein Bundesligist startete je mit sieben Niederlagen. Nach sechs Pleiten in Folge holt Borussia überraschend drei Punkte beim VfB. Ein Befreiungsschlag für Trainer Alexander Blessin und seine gebeutelte Truppe.
Der Abend beginnt mit einem alten Problem. Torwart Moritz Nicolas patzt, Ermedin Demirovic schiebt Stuttgart in Führung. Es ist der 21. Gegentreffer in sieben Spielen. Doch dann findet Gladbach eine Antwort. Joe Scally gleicht mit einem sehenswerten Hackentor aus. Nach der Pause drehen die Gäste das Spiel. Shuto Machino und das großartige Jungtalent Wael Mohya sorgen für die Führung. Der VfB, der sechs Spieler wechselte, wirkt erschöpft und ideenlos. Selbst Demirovics zweiter Treffer kommt zu spät. Sportchef Rouven Schröder hatte vor dem Spiel klare Worte gefunden: „Das ist schon prekär, aber wir wollen keine Ausreden suchen.“ Seine Mannschaft handelte endlich danach.
Von der Tribüne spürt man die pure Erleichterung. Diese Mannschaft kämpfte um jeden Ball. Der 17-jährige Mohya war der Schlüsselspieler. Seine Dynamik und sein Tor sind ein Signal für die Zukunft. Für Stuttgart ist dies ein herber Rückschlag. Fünf Niederlagen zeigen, dass die Liga für die Champions-League-Überflieger eine ganz andere Herausforderung ist. Für Gladbach hingegen leuchtet ein erster Hoffnungsschimmer. Der Druck ist nicht weg, aber der schlimmste Albtraum gebannt. Jetzt muss dieser Sieg gegen Paderborn der Startpunkt sein. Die Talsohle ist vielleicht durchschritten.
- Gladbach vermeidet sieben Niederlagen
- Moritz Nicolas patzt im Tor
- Joe Scally gleicht aus
- Shuto Machino und Wael Mohya sichern den Sieg
- Erste Worte von Rouven Schröder
- Mohya als Schlüsselspieler
| Team | Spiele | Siege | Niederlagen |
|---|---|---|---|
| Gladbach | 7 | 1 | 6 |
| Stuttgart | 7 | 2 | 5 |