Die Euphorie nach dem starken Auftritt gegen Atlético Madrid verflog am Samstagabend in der MHP-Arena jäh. Der VfB Stuttgart unterlag dem bis dato punktlosen Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach mit 2:3. Diese Niederlage offenbart mehr als nur einen schlechten Tag. Sie zeigt die krassen Schwankungen dieser Mannschaft in einer noch jungen Saison.
Sebastian Hoeneß hatte sechs Positionen gegenüber der Champions-League-Partie rotiert, um Frische zu garantieren. Der Plan schien zunächst aufzugehen. Nach einem frühen Fernschuss von Ermedin Demirović und weiteren Großchancen hatte der VfB alles für einen klaren Heimsieg in der Hand. Doch dann ließ die Intensität deutlich nach. «Wir haben sie stark gemacht», sagte ein sichtlich frustrierter Hoeneß nach dem Spiel. Die schwächelnde Borussia nutzte die geschenkten Räume und drehte die Partie noch vor der Pause. Aus der Tribüne waren erste Unmutsbekundungen zu hören. Auch nach dem Seitenwechsel fand Stuttgart nicht zu seiner Struktur zurück. Selbst die frühen Einwechslungen von Stammkräften wie Deniz Undav brachten keine Wende, stattdessen folgten weitere individuelle Fehler.
Dieser Abend wirft bedenkliche Fragen auf. Wie kann ein Team, das Mittwoch noch taktische Disziplin gegen Europaspitzen zeigte, am Samstag gegen das Tabellenschlusslicht so orientierungslos wirken? Die Bilanz nach sieben Spieltagen ist ernüchternd und rückt den VfB unangenehm nah an die Abstiegsränge heran. Die Saison ist noch lang, doch diese Niederlage ist ein deutliches Warnsignal. Der Anspruch, konstant Leistung zu bringen, muss jetzt auf dem Platz umgesetzt werden. Sonst droht eine lange, zermürbende Saison.
- Kritische Analyse nach dem Spiel
- Intensitätsverlust im Spielverlauf
- Einfluss von Auswechslungen auf die Leistung
- Frustration über individuelle Fehler
- Blick auf die bisherige Saisonbilanz
- Warnsignal für die Mannschaft
| Team | Punkte nach 7 Spieltagen | Tabellenplatz |
|---|---|---|
| VfB Stuttgart | 5 | 15 |
| Borussia Mönchengladbach | 3 | 18 |