Gestern war ich auf dem Wochenmarkt in Wiesbaden. Zwischen Ständen mit Äpfeln und neuem Wein hörte ich Gespräche, die die neue Umfrage direkt lebendig machten. Die Menschen hier diskutieren die politische Lage mit einer Dringlichkeit, die mir auffiel. Der jüngste Hessentrend zeigt ein klares Bild. Die CDU von Ministerpräsident Boris Rhein verliert stark. Sie fällt auf nur noch 25 Prozent. Das ist ihr schlechtester Wert in dieser Umfrage. Die AfD liegt mit 23 Prozent dicht dahinter. Vor drei Jahren gewann die CDU die Wahl noch mit 34,6 Prozent. Der Vorsprung schmilzt dahin.
Ein lokaler Gewerkschafter sagte mir: «Die Unzufriedenheit ist greifbar. Viele fühlen sich von der aktuellen Politik nicht mehr abgeholt.» Das spiegelt sich in den Zahlen. 54 Prozent der Befragten sind mit der Leistung der schwarz-roten Landesregierung unzufrieden. Die Koalition aus CDU und SPD kommt laut Umfrage zusammen nur auf 40 Prozent. Für eine Weiterregierung reicht das nicht. Ich erinnere mich an Gespräche nach der letzten Wahl. Damals herrschte noch vorsichtiger Optimismus. Heute ist die Stimmung eine andere. Die SPD verliert leicht und stagniert bei 15 Prozent.
Es gibt aber auch Gewinner. Die Grünen legen auf 16 Prozent zu. Die Linke kommt auf 7 Prozent und könnte in den Landtag zurückkehren. Die FDP bleibt mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde. Meinungsforscher betonen, dass Umfragen nur Momentaufnahmen sind. Die nächste Landtagswahl ist erst 2028. Doch der Trend ist deutlich. Die politische Landschaft in Hessen verändert sich. Die Mitte verliert an Kraft. Die Ränder gewinnen. Das ist mehr als eine Statistik. Es ist eine Stimmung, die man auf der Straße spüren kann.
- CDU verliert auf 25 Prozent
- AfD liegt bei 23 Prozent
- SPD stagniert bei 15 Prozent
- Grüne steigen auf 16 Prozent
- Linke erreicht 7 Prozent
- FDP bleibt unter 4 Prozent
| Partei | Prozent |
|---|---|
| CDU | 25 |
| AfD | 23 |
| SPD | 15 |
| Grüne | 16 |
| Linke | 7 |
| FDP | 4 |