Ich gehe in der Neustadt spazieren und die Luft riecht nach Anspannung. Über den Nikolaiplatz weht Papier. Magdeburgs Neuer Neustadt geht es schlecht. Der Ort wird zur Projektionsfläche für ein größeres Problem. Ein MDR-Bericht zeigt das.
Jana Gareis traf die sogenannte „Mauergruppe“. Diese Anwohner berichten von Böllern und wildem Müll. Ein Mann sagt: „Ich fühle mich fremd.“ Einige machen zugezogene Roma-Familien dafür verantwortlich. Die Zahlen stützen einen Wandel. Fast 3000 rumänische Staatsbürger leben jetzt in Magdeburg. Die Sozialausgaben stiegen in zehn Jahren von 140.000 auf über drei Millionen Euro.
Gareis reiste nach Rumänien. In Fantanele stehen große neue Häuser. Autos mit deutschen Kennzeichen stehen davor. Geld aus Deutschland fließt hierher. Der Bürgermeister sagt, viele lebten zeitweise im Ausland. Deutschland bleibt für sie ein Lebensmittelpunkt. Zurück in Magdeburg sagt Oberbürgermeisterin Simone Borris: „Wir können bloß die Symptome bekämpfen.“ Sie sieht Bund und Land in der Pflicht. Eine geplante Kontrolle von Wohnraum scheiterte an Ressourcen. Andere Städte zeigen, dass es geht. Hagen hat seit zehn Jahren eine Taskforce.
Das ist kein einfacher Konflikt. Es ist ein Symptom ungelöster Fragen. Wer ist für das soziale Gefüge verantwortlich? Die Antwort darauf sucht Magdeburg noch. Es geht um mehr als Müll. Es geht um das Zusammenleben in einer Stadt unter Druck.
- Papier weht über den Nikolaiplatz
- Berichte von Anwohnern über Böller
- Anstieg rumänischer Staatsbürger in Magdeburg
- Sozialausgaben steigen erheblich
- Kontroverse um Roma-Familien
- Hagen hat eine Taskforce seit zehn Jahren
| Thema | Details |
|---|---|
| Ort | Neustadt, Magdeburg |
| Anwohner | Mauergruppe |
| Einwohner | Fast 3000 rumänische Staatsbürger |
| Sozialausgaben | Stieg von 140.000 auf über 3 Millionen Euro |
| Konflikt | Ungelöste soziale Fragen |
| Beispiel | Taskforce in Hagen |