Die Zukunft von Markus Krösche bei der Eintracht ist weiter ungewiss. Der AC Mailand will sich offenbar Zeit lassen bei der Entscheidung über einen neuen Sportchef. Das hat Klubbesitzer Gerry Cardinale nun deutlich gemacht.
Er spiele nicht nur mit Krösche, sondern „mit anderen Personen, den Besten des Fußballs“, sagte Cardinale in einem Interview. Besonders wichtig ist diese Aussage. „Ich stehe nicht kurz vor einer Bekanntgabe und habe keine Eile.“ Eine endgültige Entscheidung könnte sogar bis zur nächsten Saison vertagt werden.
Das ist eine neue Entwicklung. Bisher schien ein Wechsel Krösches nach Mailand im kommenden Sommer wahrscheinlich. Jetzt bleibt alles offen. Für die Eintracht bedeutet das weitere Unsicherheit in einer ohnehin turbulenten Phase.
Intern hat die Eintracht unterdessen reagiert. Der Verein bindet Sebastian Rode enger an das Team. Der ehemalige Kapitän wird künftig als „Teammanager“ arbeiten. Er soll eine Brückenfunktion zwischen Mannschaft, Trainer Adi Hütter und der Führungsebene übernehmen.
Gleichzeitig wird Timmo Hardung, bisheriger Teammanager, andere Aufgaben übernehmen. Diese Doppel-Lösung wird im Umfeld des Vereins als kluger Schachzug gewertet. Sie schafft Stabilität, ohne dass jemand das Gefühl bekommt, übergangen zu werden.
Doch die wichtigste Personalie bleibt ungelöst. Die Suche nach einem sportlichen Nachfolger für Krösche geht weiter. Alles deutet darauf hin, dass Joti Chatzialexiou, derzeit Sportdirektor beim DFB, der Wunschkandidat ist.
- Markus Krösche’s Zukunft ungewiss
- AC Mailand entscheidet über Sportchef
- Sebastian Rode wird Teammanager
- Timmo Hardung übernimmt andere Aufgaben
- Joti Chatzialexiou als Wunschkandidat
- Fokus auf bevorstehendes Spiel gegen Hamburger SV
Nach Informationen des hr-sport möchte man hier zeitnah weiterkommen. Man könnte sich eine Lösung vorstellen, bei der Axel Hellmann und Timmo Hardung die anstehende Winter-Transferphase leiten. Chatzialexiou könnte dann später über eine Ausstiegsklausel verpflichtet werden.
Am Sonntag muss all das jedoch erst einmal in den Hintergrund treten. Dann empfängt die Eintracht Frankfurt den Hamburger SV. Mario Götze blickt dem Duell mit Respekt, aber auch mit Optimismus entgegen.
| Spieler | Bundesligatore | Scorerpunkte |
|---|---|---|
| Younes Ebnoutalib | 5 | |
| Jonathan Burkardt | 3 | |
| Can Uzun | 2 |
Ein großes Thema vor dem Spiel ist die Offensive. Bisher haben nur drei Spieler die Bundesligatore für Frankfurt erzielt. Im Pokal ließ Trainer Adi Hütter Ebnoutalib mit Blick auf mögliche Verlängerung zunächst auf der Bank. Am Sonntag dürfte der Stürmer wieder von Beginn an spielen. Die Frage ist, wie Hütter das Mittelfeld aufstellt.
Ritsu Doan könnte nach schwächeren Leistungen rotieren. Farès Chaibi und Can Uzun würden dann die Flügel besetzen. Hütter wird dazu heute um 14 Uhr auf der Pressekonferenz im Stadion Stellung nehmen.
Ein weiterer Name sorgt für Diskussionen unter den Fans. Es geht um den fast 16-jährigen Niko Ilicevic. Soll der großartig trainierende Youngster schon in den Profikader berufen werden. Oder muss man ihn vor dem großen Druck noch schützen.
Die Meinungen dazu gehen auseinander. Ein User schreibt, die mentale Reifung eines solchen Talents dauere womöglich bis zum 26. Lebensjahr. Ein Mentor wie Mario Götze wäre aus seiner Sicht ideal.
Ein anderer Fan argumentiert, das Leistungsprinzip müsse gelten. Wenn Ilicevic sich den Platz erarbeite, gehöre er auch dazu. Der nächste logische Schritt sei die Nominierung für den Kader, vielleicht sogar eine Einwechslung.
Trainer Hütter wird heute sicher zu diesem Thema befragt werden. Seine Entscheidung wird von vielen Faktoren abhängen. Von der Tagesform des Jungen, seiner mentalen Verfassung und dem Spielverlauf am Sonntag.
Aus Hamburg gibt es unterdessen personelle Hoffnung. Der im Pokal angeschlagen ausgewechselte Sebastiaan Bornauw soll wieder spielen können. Auch Jordan Torunarigha, der zuletzt fehlte, könnte zurückkehren.
Abseits des Platzes meldet sich noch einmal Kevin Trapp zu Wort. Der Eintracht-Legendär erzählte in einem Podcast, wie es damals zum Wechsel nach Paris kam.
Überraschenderweise hatte der Vater von Ellyes Skhiri eine entscheidende Rolle gespielt. Er kannte den damaligen Paris-Trainer Stéphane Gilli gut und vermittelte den Kontakt.
Trapp betonte, der Konkurrenzkampf mit Kaua Santos in Frankfurt sei nicht der Hauptgrund für seinen Abschied gewesen. Ihn habe das Projekt in Paris gereizt. Der Transfer sei innerhalb weniger Wochen durchgewunken worden.
Heute wird sich zeigen, wie die Eintracht mit der Ungewissheit um Krösche umgeht. Die sportliche Führung muss planen, egal wie die Entscheidung in Mailand ausfällt. Die Mannschaft muss sich auf den HSV konzentrieren.
Die Fans warten auf Klarheit. Sie wollen wissen, wer den Verein in Zukunft sportlich führen wird. Bis dahin bleibt nur eines. Weiter hart arbeiten, so wie Mario Götze es sagt. Der Rest wird sich zeigen.