Wer am Samstag in die MHPArena blickt, spürt Spannung. VfB Stuttgart will 2025 eine Krise stoppen. Die Stadt redet über den Fußball. Die MHPArena steht nahe am Cannstatter Wasen. Fans kennen die Wege rund um Bad Cannstatt. Für Familien ist der VfB Teil der Woche. Der Verein organisiert Treffen für viele Gruppen.
In den sieben letzten Bundesliga-Spielen steckten fünf Niederlagen. Die Spielberichte des DFB bestätigen Paderborns Platzverweis. Im Pokalwettbewerb brauchte Stuttgart beim SC Paderborn Glück. Eine Rote Karte half dem VfB weiter. Laurin Curda sah eine Rote Karte für Paderborn. Ein Tor in der Nachspielzeit sicherte den Sieg.
Die Expected Goals stammen vom Statistikportal FotMob. Expected Goals misst die Qualität der Chancen. FotMob weist für Stuttgart 13,9 Expected Goals aus. Tatsächlich schoss der VfB zehn Tore. Die Differenz ist ligaweit die schlechteste. Der VfB ließ also zu viele Möglichkeiten liegen. Das gilt beim Heimspiel gegen Gladbach. Das gilt auch beim Pokalspiel in Paderborn.
Deniz Undav sprach danach von einer „bodenlosen“ ersten Halbzeit. Sebastian Hoeneß wollte den Erfolg nicht kleinreden. „Wir sind eine Runde weiter, darum geht es“, sagte er. „Charaktertest, den wir bestanden haben“, nannte er die Partie. Undav wählte härtere Worte. „Bei allem Wert auf die Intensität dürfen wir das Fußballspielen nicht vergessen“, sagte er. „Wir müssen spielerisch eine ganze Menge draufpacken“, forderte Undav. „Wir müssen wieder versuchen, mehr Fußball zu spielen und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen“, sagte er.
Er sieht ein Team, das zu oft die Technik verliert. Er sieht ein Team, das nur rennt. Die Lage ist mehr als ein Kopfproblem. Passqualität, Spielkontrolle und Abschluss sind Fußballthemen. Wer zu viele Chancen liegen lässt, wirkt nervös. Wer nervös agiert, entscheidet sich häufig falsch. Diese beiden Ebenen verstärken sich gegenseitig.
Die Situation zeigt eine klare Linie. Intensität allein reicht in der Bundesliga nicht. Klare Passwege müssen zum Selbstvertrauen zurückkehren. Hoeneß setzt auf harte Arbeit. „Es geht nur gemeinsam und mit harter Arbeit, dass die Leichtigkeit wiederkommt“, betonte er. Er glaubt an kurze Schritte. „Dann kannst du innerhalb kürzester Zeit wieder in eine andere Richtung gehen“, sagte er. Ein Trainer muss in so einer Phase mehr liefern als Motivation. Er braucht Struktur und Klarheit auf dem Rasen.
Ausgerechnet Stiller fehlt dem Trainerteam. Stiller verließ Paderborn zur Pause. Wegen Adduktorenproblemen musste er das Feld verlassen. Die Untersuchung mit einem MRT zeigte eine Verletzung im Adduktorenbereich. Die Ausfallzeit bleibt offen. Stiller ist seit 2023 ein Schlüsselspieler. Sein Trainer setzt ihn als verlängerten Arm ein. Stiller war zuletzt unter Niveau. Der Mittelfeldspieler fehlte dem Spiel als ordnender Passgeber.
Für Stiller bieten sich Prömel und Karazor an. Atakan Karazor startete schwierig in die Saison. Hoeneß lobte seine neue Rolle. „Mit seiner veränderten Rolle ist er überragend gut umgegangen“, sagte Hoeneß. Grischa Prömel bringt Laufstärke und Tempo mit. Zu Hause überzeugte er noch nicht vollends. Nikolas Nartey kehrte nach einer Oberschenkelverletzung in den Kader zurück. Yanik Spalt ist erst 19. Beide ersetzen Stillers Spielstil nicht einfach. Der Verein kann in der Breite trotzdem auf mehrere Optionen bauen.
Ich hörte in einem Fancafé in Bad Cannstatt viele Fragen. Ein Dauerkartenbesitzer sagte am Tisch: „Wir brauchen saubere Pässe, keinen Krampf“. Auf der Fahrt mit der U-Bahn zum Stadion ging es um die Defensive. Die Stimmung reicht von Trotz bis Ungeduld. Viele Fans erwarten keine Traumtore. Sie wollen klare Pässe und saubere Abschlüsse sehen. In einem Café an der Cannstatter Straße sprach ich mit drei Dauerkartenbesitzern. einer kritisierte die ersten zwanzig Minuten. einer sagte, die Mannschaft wirke verunsichert. einer forderte klare Pässe und weniger Einzelaktionen.
- Passqualität
- Spielkontrolle
- Abschluss
- Technik
- Intensität
- Zusammenarbeit
Solche Gespräche zeigen den Puls der Fans. Bad Cannstatt lebt rund um das Stadion. Vaihingen bringt viele junge Fans. Zuffenhausen schaut nüchterner auf die Lage. Fanclubs diskutieren Integration und Fairness im Fußball. Die soziale Arbeit des VfB unterstützt Projekte in der Region. Die Fußballschule des VfB trainiert Kinder in der Region. Ein offener Umgang stärkt Vertrauen im Verein. Viele Mitglieder wünschen klare Fehlerkultur statt Ausreden.
Leverkusen wartet am Samstag auf den VfB. Der Pokalsieg gegen Nürnberg überdeckte Schwächen. Bayer lag zur Halbzeit mit 0:2 zurück. Dann gewann die Werkself mit 5:2. Simon Rolfes kritisierte die erste Halbzeit klar. Er vermisste Zweikampfhärte, Tiefenläufe und mehr Mut. Beim 0:3 in Hoffenheim zeigte Bayer zuvor ähnliche Muster. Ein leichter Gegner ist Leverkusen nicht. Die Qualität im Kader ist hoch. Rolfes erwartet einen „harten Kampf“.
Hoeneß braucht wieder Klarheit im Aufbauspiel. Er muss Pressinglinien und Laufwege ordnen. Die Stürmer brauchen einfache Abläufe. Undav soll wieder Räume finden. Sein Spiel braucht Anspielstationen statt Kraftmeierei. Ein früher Treffer hebt das Selbstvertrauen. Ein frühes Gegentor verschärft die Lage. Bayer kann Stuttgart mit Tempo bestrafen. Der VfB muss die zweite Welle kontrollieren. Ein Sieg würde Stuttgart Luft verschaffen. Ein Sieg würde Fans und Sponsoren beruhigen.
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Expected Goals | 13,9 |
| Tore | 10 |
| Niederlagen | 5 |
| Kaderqualität | Hoch |
| Spieler im Kader | Prömel, Karazor, Nartey, Spalt |
| Stimmung der Fans | Von Trotz bis Ungeduld |
Für Stuttgart zählt mehr als die Tabellenzone. Der Verein ist ein emotionales Stadtgespräch. Nach Heimspielen redet man in Gaststätten weiter. Der VfB beeinflusst die Laune in vielen Quartieren. Deshalb stärkt ein Sieg die Gemeinschaft. Die Niederlagenserie nagt an der Selbstsicherheit. Hoeneß kann gegen Leverkusen einen Kurswechsel zeigen. Dafür braucht es Struktur und Mut. Undav nannte den passenden Auftrag. Der VfB darf das Fußballspielen nicht vergessen. Das ist mehr als ein Fußballsatz. Es ist eine Anleitung für Samstag.