Frankfurt sah an diesem Samstagnachmittag einen unerwartet starken Zulauf. Wo die Polizei mit 2000 Teilnehmern rechnete, versammelten sich schließlich rund 2500 Menschen an der Weseler Werft im Ostend. Sie folgten dem Aufruf von Initiativen wie „Gen Z regelt“ und protestierten für bessere Bildung, gegen hohe Lebenshaltungskosten und für mehr Klimaschutz.
Die Demonstration begann friedlich. Die Organisatoren hatten Gewalt ausdrücklich ausgeschlossen und mit den Behörden kooperiert. Mubarik Sabir, einer der Anmelder, sagte dem Hessischen Rundfunk, man wolle mit den Behörden zusammenarbeiten und bei auffälligem Verhalten Teilnehmer ausschließen.
Dennoch bereitete sich die Stadt auf mögliche Unruhen vor. Aus Frankreich und anderen europäischen Ländern waren Bilder von Krawallen und Plünderungen bekannt. Das hessische Innenministerium gab bekannt, dass etwa 80 gewaltbereite Linksextremisten anreisen könnten. Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller warnte auch vor „erlebnisorientierten Jugendlichen“.
Die Polizei war mit einem Großeinsatz vor Ort. Sie erließ strenge Auflagen für die Demo. Pyrotechnik war verboten. Glasflaschen und Alkohol durften nicht mitgeführt werden.
Viele Geschäfte in der Innenstadt, besonders Luxusläden in der Goethestraße, reagierten mit Vorsichtsmaßnahmen. Sie verbarrikadierten ihre Schaufenster mit Holzplatten. Einige große Ketten schlossen ihre Filialen vorsorglich ganz. Der Handelsverband Hessen und der Gastronomieverband Dehoga riefen in einer gemeinsamen Mitteilung die Demonstranten zu einem friedlichen Verlauf auf. Beschäftigte müssten sicher zur Arbeit kommen und Geschäfte sollten ihre Gäste empfangen können.
Trotz der angespannten Lage verlief der Protest in Frankfurt weitgehend ruhig. Die beiden ursprünglich angemeldeten Züge von „Generation Aufbruch“ und „Gen Z regelt“ schlossen sich spontan zu einem gemeinsamen Demonstrationszug durch die Innenstadt zusammen. Das führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei riet Autofahrern, den Bereich zu meiden und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
- Protest für bessere Bildung
- Gegen hohe Lebenshaltungskosten
- Für mehr Klimaschutz
- Zusammenarbeit mit Behörden
- Gesetze zum Schutz der öffentlichen Sicherheit
- Friedlicher Verlauf der Demonstration
Die Bewegung formiert sich bundesweit. Am selben Samstag fanden in rund 30 deutschen Städten ähnliche Proteste statt. In Hessen gab es kleinere Kundgebungen in Kassel und Eschwege.
Die Frankfurter Demo zeigt, wie stark die Themen der jungen Generation in der Mitte der Gesellschaft ankommen. Die Forderungen nach bezahlbarem Leben guter Bildung und konsequentem Klimaschutz treiben tausende Menschen auf die Straße. Die Stadt stand an diesem Wochenende vor der Herausforderung, das Grundrecht auf Versammlung zu gewährleisten und gleichzeitig die öffentliche Sicherheit zu schützen. In Frankfurt gelang das zunächst ohne größere Zwischenfälle.
| Thema | Anzahl der Teilnehmer | Ort |
|---|---|---|
| Frankfurt | 2500 | Weseler Werft |
| Kassel | unbekannt | Kundgebung |
| Eschwege | unbekannt | Kundgebung |
| Gesamtzahl der Veranstaltungsorte | 30 | verschiedene Städte |