Dynamo Dresden reist nach Hannover und die große Frage lautet: Wer spielt? Trainer Thomas Stamm macht es uns diesmal nicht leicht. Er wird seine Startelf erst sehr spät bekannt geben, vielleicht sogar erst am Sonntag im Stadion. Der Grund ist klar. Der kraftraubende Pokalsieg gegen Schalke 04 hat Spuren hinterlassen. Jetzt geht es darum, die frischesten und hungrigsten Spieler aufzustellen, um endlich den ersten Auswärtssieg in dieser Zweitliga-Saison zu holen.
Das größte Personalturnier findet auf der linken Abwehrseite statt. Simon Straudi glänzte gegen Schalke mit einer Torvorlage, musste aber mit muskulären Problemen vom Platz. Sein Konkurrent Alexander Rossipal kam von der Bank und lieferte sofort die Ecke zum 2:0. Rossipal wirkt frischer, was in dieser Situation ein entscheidender Vorteil sein könnte. In der Innenverteidigung hofft man, dass Friedrich Müller fit ist. Sollte er fehlen, ist Ahmet Muhamedbegovic bereit. Thomas Keller fällt weiterhin mit einer Gehirnerschütterung aus.
Noch spannender wird es im Angriff. Christoph Daferner hat mit seinem Kopfballtor gegen Schalke ein lautes Comeback gefeiert und pocht auf einen Startplatz. Bisher war jedoch Vincent Vermeij als körperlich robuster Zielspieler praktisch gesetzt. Wer von den beiden das Rennen macht, ist eine der schwierigsten Entscheidungen für Stamm. Auf der rechten Seite bringt Jakob Lemmer nach Einwechslungen immer Frische, aber Patrice Covic erzielte zuletzt das wichtige Führungstor.
Eine mögliche Aufstellung könnte so aussehen:
| Position | Spieler |
|---|---|
| Tor | Kevin Grill |
| Abwehr | Lars Sterner, Niklas Rapp, Friedrich Müller, Alexander Rossipal |
| Defensives Mittelfeld | Timmy Raschl, Yannick Wagner |
| Offensives Mittelfeld | Seoane Hauptmann |
| Sturm | Patrice Covic, Vincent Vermeij, Jakob Bobzien |
Auf der Bank warten starke Optionen. Dazu gehören Torhüter Tim Schreiber, die Verteidiger Jan-Lucas Boeder und Ahmet Muhamedbegovic, sowie die Offensivkräfte Jakob Lemmer, Christoph Daferner und Dennis Erdmann. Für Langzeitverletzte wie Maximilian Schmidt und Lion Bünning dauert der Weg zurück noch an.
Bei Hannover 96 erwartet Dynamo einen Gegner, der oft mit einem Dreierketten-System spielt. Eine mögliche Startelf der Niedersachsen sieht Ron-Robert Zieler oder Lion Schuster im Tor vor. Die Abwehr könnte aus Bright Gyamfi, Bright Arrey-Mbi und Jannik Dehm bestehen. Im Mittelfeld wären dann Max Besuschkow, Sebastian Ernst und Louis Schaub zu erwarten. Im Angriff lauern Gefahren wie Havard Nielsen und der starke Nicolò Tresoldi.
- Stamm macht es uns diesmal nicht leicht
- Frischeste Spieler aufstellen
- Großes Personalturnier auf der linken Abwehrseite
- Daferner will Startplatz erkämpfen
- Hannover oft mit Dreierketten-System
- Wichtige Punkte für Dynamo
Das Spiel beginnt am Sonntag um 13:30 Uhr in der Heinz von Heiden-Arena. Dynamo braucht Punkte, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren. Alles hängt davon ab, welche elf Spieler Thomas Stamm am Ende sein Vertrauen schenkt. Die Entscheidung fällt kurz vor dem Anpfiff.