Montag, 3 Aug. 2026
  • Meine Interessen
  • Gespeichert
  • Verlauf
logo
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Aktuelle Nachrichten
    • Berlin
    • Dortmund
    • Dresden
    • Düsseldorf
    • Essen
    • Frankfurt am Main
    • Hamburg
    • Köln
    • München
    • Stuttgart
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Fußball
    • Bundesliga 1
    • Bundesliga 2
    • Bundesliga 3
  • Berlin
  • Dortmund
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • Köln
  • München
  • Stuttgart
SchriftgrößenanpassungAa
Nachrichten LokalNachrichten Lokal
  • Meine Merkliste
  • Meine Interessen
  • Verlauf
Search
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Aktuelle Nachrichten
    • Berlin
    • Dortmund
    • Dresden
    • Düsseldorf
    • Essen
    • Frankfurt am Main
    • Hamburg
    • Köln
    • München
    • Stuttgart
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Fußball
    • Bundesliga 1
    • Bundesliga 2
    • Bundesliga 3
Folgen Sie uns
© 2026 Nachrichten Lokal. Eine Publikation der LokalMedia GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Nachrichten Lokal > Nachrichten > Berlin > Berlin gedenkt der Opfer des CSD-Anschlags im Tiergarten
Berlin

Berlin gedenkt der Opfer des CSD-Anschlags im Tiergarten

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: August 2, 2026 11:58 p.m.
Julia Becker
Aktie
Aktie



Berlin: Mahnwache für CSD-Anschlagsopfer


Berlin: Mahnwache für CSD-Anschlagsopfer

Am Abend des 3. August 2025 versammelten sich tausende Menschen im Berliner Tiergarten. Sie kamen zum Ahornsteig, dem Ort, an dem nur eine Woche zuvor, am 25. Juli, ein mutmaßig islamistisch motivierter Angriff den Christopher Street Day (CSD) überschattet hatte. Die Stimmung war still, getragen von Kerzenlicht und dem gemeinsamen Wunsch zu erinnern und zu trauern.

Nach Angaben der Veranstalter, dem Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg (LSVD), waren bis zu 4.000 Menschen gekommen. Die Polizei sprach von etwa 1.000 Teilnehmenden. Die Zahl zeigt die Betroffenheit, die dieser Anschlag nicht nur in der queeren Community, sondern in der gesamten Stadt ausgelöst hat. An jenem Tag hatte ein 21-jähriger Attentäter mit einem Auto mehrere Passanten im Tiergarten angefahren, bevor er, vermutlich mit einer Machete, weiter auf Menschen einschlug. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt, sieben davon schwer. Der Täter wurde später von der Polizei gestellt und erschossen.

Die Mahnwache war bewusst schlicht gehalten. Auf Redebeiträge aus der Politik hatten die Veranstalter verzichtet. Julia Miosga vom CSD-Verein Berlin sprach für die Community. Ihre Worte waren klar und suchten den Zusammenhalt. „Wir lehnen jede Form der Gewalt ab. Rechte oder religiöse Ideologien verfolgen das Ziel, queere Menschen zu unterdrücken,“ sagte sie. „Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung.“ Ebenso deutlich wandte sie sich gegen jeden Versuch, die Tat für Hass gegen Musliminnen und Muslime oder Menschen bestimmter Herkunft zu instrumentalisieren. Stattdessen forderte sie Besonnenheit und Anteilnahme mit den Opfern und ihren Angehörigen.

Diese Haltung ist charakteristisch für eine Stadtgemeinschaft, die in den letzten Jahren immer wieder Zeichen von Hass und Gewalt verarbeiten musste, sei es der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz oder Angriffe auf queere Einrichtungen. Berlin steht vor der schwierigen Aufgabe, Sicherheit zu gewährleisten, ohne die offene und vielfältige Gesellschaft einzuschränken, für die die Stadt bekannt ist.

Patrick Müller-Kampa vom LSVD Berlin-Brandenburg nutzte die Mahnwache für eine konkrete politische Forderung. „Es reicht nicht, bei der Trauer stehenzubleiben,“ sagte er. „Wir brauchen endlich die ausdrückliche Aufnahme des Schutzes queerer Menschen in Artikel 3 des Grundgesetzes.“ Diese Diskussion wird auf Bundesebene seit Jahren geführt und hat durch den Anschlag neue Dringlichkeit erhalten. Artikel 3 verbietet die Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat, Herkunft, Glauben oder religiösen und politischen Anschauungen. Eine explizite Erwähnung der sexuellen und geschlechtlichen Identität würde, so die Befürworter, ein stärkeres Signal für den staatlichen Schutz senden.

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) waren unter den stillen Teilnehmern. Ihre Anwesenheit war ein Zeichen des Respekts, des Mitgefühls und der staatlichen Solidarität. Florian Winkler-Schwarze vom Verband Queere Vielfalt erklärte dem rbb die Entscheidung, Politiker nicht auf die Bühne zu lassen: „Ich glaube, es war wichtig, heute vor allem der Community die Stimme zu geben.“ Dies unterstreicht das Bedürfnis der Betroffenen, ihren Schmerz und ihre Forderungen ohne politische Vereinnahmung auszudrücken.

Gleichzeitig zur Mahnwache im Tiergarten fand ein deutliches Signal des Protestes statt. Nach Polizeiangaben zogen etwa 1.000 Menschen vom Roten Rathaus in Richtung Brandenburger Tor, um gegen Queerfeindlichkeit zu demonstrieren. Diese parallele Veranstaltung zeigt die zwei Seiten der Reaktion: das stille Gedenken und den lauten, fordernden Protest. Beides ist Ausdruck desselben Bedürfnisses nach Sicherheit, Sichtbarkeit und dem Ende der Gewalt.

Die Solidarität beschränkte sich nicht auf die Hauptstadt. Auch in Oranienburg versammelten sich am selben Sonntag etwa 80 Menschen auf dem Schlossplatz. Bürgermeisterin Cordt-Feeder betonte: „Man sei eine Gemeinschaft, die zusammenhält.“ Der Organisator Boldt-Händel sagte: „Wir stehen hier nicht gebeugt, sondern aufrecht.“ Diese dezentralen Zeichen sind wichtig. Sie zeigen, dass der Anschlag auf eine Berliner Veranstaltung das Sicherheitsgefühl queerer Menschen im gesamten Land erschüttert hat und dass die Solidarität über Stadtgrenzen hinweg reicht.

Für die unmittelbar Betroffenen hat der Bundesopferbeauftragte Roland Weber bereits am Samstag schnelle finanzielle Unterstützung angekündigt. In einem abgestuften Verfahren erhalten die Verletzten zunächst eine Soforthilfe von 3.000 bis 5.000 Euro, abhängig von der Schwere ihrer Verletzungen. Im weiteren Verlauf können weitere Entschädigungs- und Unterstützungsleistungen aus anderen Hilfstöpfen hinzukommen. Gleichzeitig appellierte Weber an Augenzeugen, Helfer und andere, denen das Geschehen stark zusetzt, sich an seine Stelle oder die Zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Terroranschlägen in Berlin zu wenden. Die psychologischen Folgen solcher Ereignisse sind oft langwierig und benötigen professionelle Begleitung.

Die Mahnwache im Tiergarten war mehr als eine Trauerveranstaltung. Sie war eine Demonstration der Widerstandsfähigkeit der queeren Community und der Berliner Stadtgesellschaft. In einer Zeit, in der politische und religiöse Extremismen weltweit zunehmen, sendeten die Teilnehmer eine Botschaft: Die Antwort auf Hass darf nicht noch mehr Hass sein. Die Antwort muss in klarer Benennung der Gefahr, in entschlossenem Einsatz für den Rechtsstaat und in unerschütterlicher Solidarität mit den Schwächsten bestehen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Berlin und Deutschland aus dieser Tat lernen. Die Forderung nach einer Grundgesetzänderung wird im Bundestag neu diskutiert werden. Die Sicherheitsbehörden werden ihre Konzepte zum Schutz von Großveranstaltungen und vulnerablen Gruppen überprüfen. Und die Stadtgesellschaft wird sich fragen müssen, wie sie dem wachsenden Klima der Polarisierung begegnen kann. Die tausenden Kerzen im Tiergarten waren ein leuchtender Anfang: Sie zeigten, dass die Gemeinschaft, die am CSD gefeiert wird – eine Gemeinschaft der Vielfalt, der Liebe und der Selbstbestimmung – stärker ist als die Angst, die ein Attentäter verbreiten wollte.

  • Erinnern und trauern
  • Gemeinsam für Solidarität stehen
  • Leben und Liebe feiern
  • Politische Maßnahmen fordern
  • Sicherheit gewährleisten
  • Als Gemeinschaft zusammenhalten
Aspekt Details
Ort Tiergarten, Berlin
Datum 3. August 2025
Teilnehmer Bis zu 4.000 (laut Veranstaltern), 1.000 (laut Polizei)
Opfer 1 tot, 31 verletzt (7 schwer)
Täter 21 Jahre alt, erschossen von Polizei
Politische Forderung Änderung in Artikel 3 des Grundgesetzes


Diesen Artikel teilen
E-Mail Link kopieren Drucken
VonJulia Becker
Folgen:
Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
Vorheriger Artikel Hitzewelle und Unwetterwarnung: Deutschland schwitzt
Nächster Artikel Trauer im Tiergarten: Mahnwache nach CSD-Anschlag
Einen Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Deine verlässliche Quelle für präzise und zeitnahe Informationen!

Unser Anspruch auf Genauigkeit, Unabhängigkeit und aktuelle Berichterstattung hat uns das Vertrauen eines breiten Publikums eingebracht. Bleiben Sie stets informiert – mit Echtzeit-Updates zu den wichtigsten Ereignissen und Trends.
FacebookGefällt mir
XFolgen
InstagramFolgen
LinkedInFolgen

Das könnte Ihnen auch gefallen

Berlin

Vermisste Frau Berlin 2024: 25-Jährige nach Einkaufszentrum-Besuch verschwunden

Von
Julia Becker
Berlin

Neue günstige Wohnungen in Berlin-Spandau am Wasser

Von
Julia Becker

AfD Jugend Protest Berlin 2024: Zwischenfall bei Demo

Von
Julia Becker
Berlin

Berlin Mohrenstrasse Umbenennung Entscheidung vom Berliner Gericht

Von
Julia Becker
logo
Facebook Twitter Instagram

Über uns


Deine Stadt, Deine Geschichten: Deine direkte Verbindung zu lokalen Schlagzeilen und aktuellen Ereignissen. Bleib informiert mit unserer Echtzeit-Berichterstattung über Politik, Wirtschaft, Kultur, Lifestyle und mehr. Deine verlässliche Quelle für Nachrichten aus deiner Region – rund um die Uhr.

Weitere Kategorien
  • Essen & Trinken
  • Stil
  • Kultur
  • Lifestyle
Nützliche Links
  • Über uns
  • Kontakt
  • Werben Sie mit uns
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Nutzungsbedingungen

© 2025 Nachrichten Lokal. Eine Publikation der LokalMedia GmbH. Alle Rechte vorbehalten.