Sie sehen mich staunen. Eine medizinische Universität mitten in der Lausitz. Wo vor Jahren noch Kohlebagger ihre Spuren hinterließen, sitzen jetzt die ersten 38 Studierenden über ihren Anatomieatlanten. Das ist mehr als nur ein neuer Campus. Es ist ein Signal.
Der Plan ist mutig. Die neue Medizinische Universität Lausitz in Cottbus und die Technische Universität Dresden wollen jetzt enger zusammenrücken. Am Mittwoch unterschreiben sie einen Kooperationsvertrag. Brandenburgs Wissenschaftsministerium spricht von einer «strukturierten Zusammenarbeit in den Bereichen des universitären Handelns». Konkret heißt das:
- Forschung
- Lehre
- Verwaltung
- Doppelstudium
- Modellregion Gesundheit Lausitz
- Netzwerke
Sogar ein «Doppelstudium» ist im Gespräch. Man stelle sich vor, Medizin in Cottbus und vielleicht Ingenieurwissenschaften in Dresden zu studieren. Das wäre ein ganz neues Profil.
Für die Region ist das ein gewaltiger Schritt. Ein voll ausgebauter Standort soll perspektivisch 200 Studienanfängerplätze pro Jahr, 80 Professuren und 1.300 neue Jobs bieten. Ein Wissenschaftler sagte mir kürzlich: «Hier entsteht kein Elfenbeinturm. Wir denken von Anfang an in Netzwerken.» Genau das zeigt diese Kooperation. Gemeinsame Forschungsprojekte in der «Modellregion Gesundheit Lausitz» können so von der technischen Expertise Dresdens profitieren. Die Lausitz wandelt sich vor unseren Augen. Aus einer Bergbauregion wird ein Knotenpunkt für kluge Köpfe. Diese Allianz ist kein Papier. Sie ist ein Versprechen an die Zukunft.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Studierendenzahl | 38 |
| Jährliche Studienanfängerplätze | 200 |
| Professuren | 80 |
| Neue Jobs | 1.300 |
| Kooperationspartner | Technische Universität Dresden |
| Fokus | Wissenschaftliche Zusammenarbeit |