Martin Schindler hat es geschafft, Niko Springer nicht. Bei der Darts-Europameisterschaft in der Westfalenhalle in Dortmund lief es für die beiden deutschen Hoffnungen am Freitagabend sehr unterschiedlich.
Schindler, die deutsche Nummer eins, gewann ein richtiges Nervenduell. Gegen den Niederländer Wessel Nijman lag der 30-Jährige zeitweise mit 4:2 in Führung. Nijman kämpfte sich aber zurück und glich zum 5:5 aus. In diesem entscheidenden letzten Satz zeigte Schindler dann starke Nerven und sicherte sich mit einem 6:5 den Einzug ins Achtelfinale. Das war unglaublich hart, sagte Schindler nach dem Match. Ich musste bis zum letzten Dart kämpfen. Das Gefühl, das zu gewinnen, ist einfach großartig. Für ihn geht es am Samstagabend ab 19 Uhr weiter. Dann trifft er auf einen weiteren Niederländer, Jermaine Wattimena.
Für Niko Springer endete das Heimturnier dagegen früh. Der 26-Jährige, der auf Platz 36 der Weltrangliste steht, verlor mit 3:6 gegen den erfahrenen Waliser Jonny Clayton. Springer konnte nie wirklich einen Rhythmus finden und musste sich letztlich klar geschlagen geben. Es war bereits sein zweiter Erstrunden-Aus in Dortmund bei einer EM. Jonny war heute einfach besser, so Springer nach der Niederlage. Ich habe mir mehr erhofft, vor unserem Publikum zu spielen. Jetzt heißt es, den Kopf nicht hängen zu lassen und weiterzuarbeiten.
Während die deutschen Fans also mit gemischten Gefühlen nach Hause gehen, zeigte der große Titelfavorit einmal mehr seine Klasse. Der englische Weltmeister Luke Littler, erst 19 Jahre alt, gewann souverän mit 6:3 gegen William O‘Connor aus Irland. Littler, der in diesem Jahr schon acht große Turniere gewann, ist klar auf seinen ersten EM-Titel aus. Sein Weg führt ihn im Achtelfinale gegen seinen Landsmann Nathan Aspinall.
Für die deutschen Zuschauer bleibt nun die Hoffnung auf Martin Schindler. Sein Sieg war ein wichtiges Signal. In der ausverkauften Westfalenhalle spürte man die pure Anspannung, als der letzte Satz begann. Dieser Moment zeigt, warum Darts die Hallen füllt. Jeder kann jeden Schlag sehen. Jeder spürt den Druck, der auf den Spielern lastet. Schindler hat diesen Druck ausgehalten. Nun wartet die nächste große Hürde.
Am Samstagabend wird sich zeigen, wie weit der Weg für den letzten Deutschen in diesem Turnier noch gehen kann. Die Dortmunder Halle wird ihn wieder lautstark unterstützen.
- Martin Schindler gewinnt gegen Wessel Nijman
- Niko Springer verliert gegen Jonny Clayton
- Luke Littler überzeugt gegen William O’Connor
- Schindler trifft auf Jermaine Wattimena
- Spannung in der ausverkauften Westfalenhalle
- Hoffnung auf Schindler bleibt bestehen
| Spieler | Gegner | Ergebnis | Nächster Gegner |
|---|---|---|---|
| Martin Schindler | Wessel Nijman | 6:5 | Jermaine Wattimena |
| Niko Springer | Jonny Clayton | 3:6 | – |
| Luke Littler | William O’Connor | 6:3 | Nathan Aspinall |