Die Luft in der Arena knistert noch, während die letzten Fans zufrieden ins Hamburger Abendlicht strömen. 115:82 – das klingt nach einem klaren Ding. Und doch sitzt da dieser spanisch-herbe Nachgeschmack von Bundestrainer Mumbrús Worten: «Ich bin mit der Leistung nicht zufrieden.» Das sagt viel aus über den Anspruch, der diesen Kader heute antreibt.
Man spürt diese Ambition auch im Team. Johannes Thiemann, mit 20 Punkten bester Werfer, spricht es an: «In der ersten Halbzeit war das ein bisschen zu locker.» Danach folgte die beeindruckende Aufholjagd. Ich erinnere mich an Spiele vor einigen Jahren, da wäre man mit einer Führung zur Pause schon zufrieden gewesen. Heute genügt das nicht mehr. Selbst ohne das komplette NBA-Sextett zeigt sich die beeindruckende Tiefe des deutschen Basketballs. Schröder am Dirigentenpult, die jungen Spieler, die nachlegen – da ist eine neue Selbstverständlichkeit am Werk.
Mumbrú mahnt die Sekunden in der Defensive. Das ist der Sound einer Mannschaft, die weiß, dass Titel nicht im Sommer, sondern in solchen Momenten der Selbstkritik verteidigt werden. Im Finale gegen Kroatien wartet die nächste Prüfung. Der Weg geht weiter, von Hamburg nach Köln zur WM-Qualifikation. Die Botschaft ist klar: Der Sieg war Pflicht, die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.
- Ambition im Team
- Beeindruckende Aufholjagd
- Johannes Thiemann als bester Werfer
- Schröder am Dirigentenpult
- Neue Selbstverständlichkeit im Basketball
- Mumbrús Fokus auf Defensive
| Moment | Beschreibung |
|---|---|
| Spielstand | 115:82 |
| Hauptakteur | Johannes Thiemann |
| Punkte | 20 |
| Herausforderung | Finale gegen Kroatien |
| Nächster Weg | Hamburg nach Köln |
| Verbesserungspotential | Defensive Sekunden |