Für die Eintracht Frankfurt beginnt die Saisonvorbereitung mit einem herben finanziellen Schlag. Das DFB-Sportgericht hat dem Bundesligisten eine Geldstrafe in Höhe von 341.500 Euro auferlegt. Grund sind schwere Pyro-Vorfälle beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 34. Spieltag der vergangenen Saison. Während die Mannschaft um Trainer Adi Hütter versucht, das 0:7-Debakel im Testspiel gegen Brentford zu verarbeiten und nach Verstärkungen sucht, lastet nun auch diese hohe Geldstrafe auf dem Verein. Die Bilanz des Abends im Deutsche-Bank-Park liest sich wie eine Bestandsaufnahme unerwünschter Pyrotechnik: 25 Rauchtöpfe, 50 bengalische Feuer, 20 Blinker und 20 Raketen wurden gezündet oder abgeschossen. Besonders schwer wiegt, dass bei den Vorfällen zwei Personen verletzt wurden, was auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach sich zog.
Die Reaktion des Vereins war damals unmittelbar und deutlich. Vorstandsmitglied Philipp Reschke zeigte sich außer sich: „Diese Aktion ist ein Wahnsinn, nicht nachzuvollziehen und vollkommen inakzeptabel. Wer in so einem Ausmaß Raketen unters Dach schießt in der eigenen Kurve hat ein Stück weit den Verstand verloren.” Diese klare Distanzierung half jedoch nicht, die Strafe des DFB abzuwenden. Der Klub hat dem Urteil, das eine Gesamtsumme von 341.500 Euro vorsieht, bereits zugestimmt. Ein kleiner Lichtblick für die Frankfurter: Sie müssen nicht den gesamten Betrag direkt an den DFB überweisen. 113.800 Euro dürfen für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen innerhalb des Vereins verwendet werden. Allerdings muss die Eintracht die Verwendung dieser Summe bis spätestens zum 31. März 2027 nachweisen.
Die Strafe trifft den Verein in einer ohnehin unsicheren Phase. Die Niederlage in der Vorbereitung hat Fragen nach der Leistungsstärke des Teams aufgeworfen und die Forderungen nach weiteren Verstärkungen für den Kader bedeuten zusätzliche finanzielle Belastungen. Die nun verhängte Geldstrafe bindet weitere Mittel die an anderer Stelle im Verein fehlen werden. Sie steht auch symbolisch für ein Problem, das den Fußball in Deutschland seit Jahren begleitet: den Konflikt zwischen einer aktiven, teilweise radikalen Fankurve und den Sicherheitsanforderungen der Veranstalter und Verbände.
Für viele normale Fans in Frankfurt und anderswo sind solche Pyro-Aktionen ein Ärgernis. Sie trüben das Stadionerlebnis, gefährden unbeteiligte Zuschauer und schaden dem Image des Vereins und der gesamten Fußballgemeinschaft. Die Diskussionen darum, ob und wie solche Vorfälle verhindert werden können, werden auch nach diesem Urteil weitergehen. Die Eintracht muss nun nicht nur auf dem Platz zeigen, dass sie das Vorbereitungsdebakel überwunden hat sondern auch abseits dessen beweisen, dass sie aus den Sicherheitsproblemen der Vergangenheit gelernt hat. Die ersten Gelegenheiten dazu bieten die anstehenden Pflichtspiele, beginnend mit dem DFB-Pokalspiel gegen Tönis am 21. August.
- Eintracht Frankfurt beginnt Saisonvorbereitung
- Geldstrafe von 341.500 Euro auferlegt
- Pyro-Vorfälle beim Heimspiel gegen VfB Stuttgart
- Reaktion von Philipp Reschke
- Verwendung der Geldstrafe
- Konflikt zwischen Fankurve und Sicherheitsanforderungen
| Vorfall | Anzahl |
|---|---|
| Rauchtöpfe | 25 |
| Bengalische Feuer | 50 |
| Blinker | 20 |
| Raketen | 20 |