Die letzten Ferientage in Nordrhein-Westfalen stehen bevor, und für alle, die noch ein besonderes Ausflugsziel suchen oder einfach die Faszination des Fliegens live erleben wollen, hat der Flughafen Düsseldorf ein Sommerhighlight parat: An zwei Wochenenden im August öffnet er die Terrasse der Eventlocation „Station Airport“ für die Öffentlichkeit. Ab Donnerstag, dem 30. Juli, um 9:30 Uhr werden 6500 kostenlose Tickets für dieses exklusive Erlebnis vergeben, das Besuchern eine einzigartige Nahsicht auf Starts und Landungen bietet.
Für viele Familien, Hobbyfotografen und Luftfahrtbegeisterte in Düsseldorf und der gesamten Region ist dies eine langersehnte Nachricht. Die reguläre Besucherterrasse am Terminal ist seit der Pandemie geschlossen – eine Lücke im Freizeitangebot der Stadt, die viele schmerzlich vermisst haben. Die temporäre Aktion an der „Station Airport“ zeigt das enorme Interesse und bindet die Gemeinschaft direkt an das pulsierende Herz der regionalen Infrastruktur. „Die Resonanz auf die Terrassenöffnung im vergangenen Jahr hat uns gezeigt, wie groß die Begeisterung für den Flughafen und die Luftfahrt in der Region ist“, sagt Flughafenchef Lars Redeligx. „Wir freuen uns, die Besucherterrasse auch in diesem Sommer wieder zu öffnen und unseren Gästen ein besonderes Ferienerlebnis zu ermöglichen.“
Ein detaillierter Blick auf Termine und Ablauf
Die Aktion findet an den beiden letzten Wochenenden der Sommerferien statt: am Samstag, 22., und Sonntag, 23. August, sowie am darauffolgenden Samstag, 29., und Sonntag, 30. August. An jedem dieser vier Tage können Besucher zwischen drei Zeitfenstern wählen: 10 bis 12 Uhr, 12:15 bis 14:15 Uhr und 14:30 bis 16:30 Uhr. Pro Slot ist der Zutritt für bis zu 500 Personen möglich, was eine kontrollierte und angenehme Atmosphäre gewährleisten soll.
Ein besonderes Schmankerl gibt es für Frühaufsteher am ersten Aktionstag, dem 22. August: Ein „Sunrise Special“ von 5:45 bis 9:30 Uhr verspricht ein einmaliges Erlebnis mit dem Morgenlicht über den Pisten. Die Terrasse selbst befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Fernbahnhof des Flughafens, ist also bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie S-Bahn (S11) und SkyTrain zu erreichen – ein wichtiger Pluspunkt für eine nachhaltige Anreise in einer Stadt, die den Nahverkehr stärken will.
Mehr als nur Flugzeuge gucken: Programm für die ganze Familie
Der Flughafen versteht die Veranstaltung nicht als rein passives Zuschauerereignis. Es wurde ein kleines Begleitprogramm aufgelegt, das besonders auf Familien zugeschnitten ist. Dazu gehören:
- Eine Mal-Ecke für Kinder
- Ein Mini-Flugplatz mit Tretflugzeugen
- Ein Glücksrad mit Gutscheinen für Shops und Restaurants
- Geschicklichkeitsspiele mit Preisen
- Snackautomaten vor Ort
- Besondere Fotomöglichkeiten
Allerdings gibt es wichtige Regeln zu beachten, über die sich Besucher vorab informieren sollten: Vor dem Zugang zur Terrasse finden Taschenkontrollen statt. Während Fototaschen erlaubt sind, sind größere Taschen, Reisegepäck und natürlich gefährliche Gegenstände strikt verboten. Wichtig ist der Hinweis, dass es vor Ort keine Aufbewahrungsmöglichkeiten für nicht erlaubtes Gepäck gibt. Auch Hunde dürfen nicht mit auf die Terrasse genommen werden.
Die große Frage: Wann kommt die echte Besucherterrasse zurück?
Diese beliebte Aktion wirft gleichzeitig ein Schlaglicht auf ein dauerhaftes Problem, das viele Düsseldorfer bewegt: die geschlossene, eigentliche Besucherterrasse am Terminal. Sie war jahrelang ein beliebtes und für viele auch regelmäßiges Ausflugsziel, nicht nur für Touristen, sondern auch für Anwohner aus Stadtteilen wie Lohausen, Unterrath oder sogar aus weiter entfernten Gegenden, die die besondere Atmosphäre eines Flughafens schätzten.
Im November 2023 hatte Flughafenchef Redeligx in einem Interview mit aeroTELEGRAPH die schwierige Lage erklärt: „Wir haben den Anspruch, die Terrasse wieder zugänglich zu machen.“ Die zentralen Hürden seien jedoch wirtschaftlicher und baulicher Natur. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei eine Herausforderung. Zudem brauche es bauliche Veränderungen, konkret einen „Überwurfschutz“, um den Zugang künftig ohne aufwändige Sicherheitskontrollen anbieten zu können – ähnlich wie es an anderen großen Flughäfen wie Frankfurt oder München bereits Praxis ist.
Für die Stadtgesellschaft ist dies eine bedeutende Frage der Lebensqualität und des Freizeitangebots. Eine dauerhaft geöffnete, leicht zugängliche Terrasse wäre mehr als nur ein Aussichtspunkt; sie ist ein Ort der Begegnung, ein Stück Identität für eine internationale Stadt wie Düsseldorf und ein lebendiges Schaufenster für eine der wichtigsten Wirtschaftsadern der Region. Die aktuelle, temporäre Lösung wird daher von vielen auch als Testlauf und Signal verstanden, dass der Wunsch der Bevölkerung ernst genommen wird.
Gemeinschaftserlebnis mit Symbolkraft
Die Vergabe von 6500 kostenlosen Tickets ist eine kluge und gemeinwohlorientierte Geste. Sie ermöglicht vielen Menschen, unabhängig vom Budget, ein besonderes Erlebnis direkt vor der Haustür. In Zeiten, in denen Fliegen selbst für viele aus Kostengründen nicht mehr selbstverständlich ist, bietet sich hier die Möglichkeit, die Faszination der Luftfahrt dennoch zu teilen. Es stärkt das Gefühl der Verbundenheit mit dem Flughafen als Arbeitgeber, Wirtschaftsmotor und technischem Wunderwerk.
Für Eltern, deren Kinder vielleicht den Berufswunsch Pilot oder Flugzeugingenieur hegen, ist es eine perfekte Gelegenheit zur Inspiration. Für Hobbyfotografen aus allen Stadtteilen bietet sich die Chance auf spektakuläre Aufnahmen. Und für alle anderen ist es einfach ein schönes, ungewöhnliches Sommerausflugsziel mit einem einzigartigen Panorama.
Die Aktion zeigt, wie eine große Infrastruktureinrichtung wie der Flughafen mit einfachen Mitteln einen wertvollen Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben der Stadt leisten kann. Sie schafft positive Erinnerungen, fördert das lokale Miteinander und setzt ein Zeichen der Offenheit. Die große Hoffnung vieler Düsseldorfer bleibt natürlich, dass dieser Sommer-Snack bald wieder zu einer dauerhaften Einrichtung wird. Bis dahin lohnt es sich auf jeden Fall, am 30. Juli schnell zu sein und sich eines der begehrten Tickets für die „Station Airport“ zu sichern. Es ist eine kleine, aber feine Sommerfreude für die ganze Region.