Der Pokalsommer ist für die Fortuna schon vor dem kalendarischen Herbstbeginn vorbei. Mit einer deutlichen 1:5-Niederlage gegen den Bundesligisten SC Freiburg ist Fortuna Düsseldorf am Sonntagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Vor 27.616 Zuschauern in der Merkur Spiel-Arena zeigte sich die Kluft zwischen der drittklassigen Fortuna und dem Europa-League-Teilnehmer der Vorsaison über weite Strecken der Partie deutlich.
Der Abend begann mit einer bitteren Premiere für Trainer Alexander Ende. In seinem ersten Pflichtspiel als neuer Cheftrainer auf der Bank der Fortuna musste er eine klare Niederlage einstecken. Für den Verein bedeutet das Ergebnis eine weitere Enttäuschung in einer bereits schwierigen Saisonanfangsphase. Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Drittliga-Spielen wartet die Mannschaft nun auch im Pokal auf den ersten Erfolg.
Die Partie verlief aus Fortuna-Sicht nach einem halbwegs ausgeglichenen Beginn schnell in die falsche Richtung. Lucas Höler brachte die Gäste aus dem Breisgau in der 18. Minute mit 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit entschieden die Profis aus der Bundesliga die Begegnung dann endgültig. Innerhalb von nur neun Minuten schossen Igor Matanovic (71.), Lukas Kübler (74.) und Jordy Makengo (80.) die Tore zwei bis vier für Freiburg. Ein Ehrentreffer zum 1:3 durch Fabian Schleusener (76.) konnte die Stimmung bei den rot-weißen Fans in der Nordkurve nur kurz aufhellen, bevor Matanovic in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den 1:5-Endstand besiegelte.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der SC Freiburg war in allen Belangen überlegen. Die Gäste erzielten bei einer Torchance-Quote von 15:4 ihren hohen Sieg verdient. Für die Fortuna offenbarte das Spiel, neben der individuellen Klasse des Gegners, vor allem eigene Defizite in der Abwehr und in der Chancenverwertung. «Wir haben Fehler gemacht, die auf diesem Niveau sofort bestraft werden», fasste ein enttäuschter Alexander Ende nach der Partie zusammen. «Gegen solche Mannschaften muss man über 90 Minuten nahezu fehlerfrei spielen. Das ist uns heute nicht gelungen.»
Die Reaktionen in der Stadt sind gemischt. Viele Fans zeigten sich enttäuscht, aber nicht überrascht. «Gegen einen Bundesligisten war das ein riesiger Brocken. Dass wir da rausfliegen, ist nicht die Welt. Aber die Art und Weise, wie wir in der zweiten Hälfte eingebrochen sind, das macht mir für die Liga Sorge», sagte Langzeit-Fan Michael aus Rath, der das Spiel im Stadion verfolgte. Die frühe Pokal-Aus bedeutet für den Verein auch einen finanziellen Aderlass. Jede weitere Runde hätte zusätzliche Einnahmen in sechsstelliger Höhe gebracht, Geld, das dem Drittligisten für seine sportlichen Ambitionen nun fehlt.
Der Fokus muss sich jetzt schnell wieder auf das Kerngeschäft, die 3. Liga, richten. Dort steht am kommenden Samstag (29. August, 14 Uhr) das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II an. Dieses Duell ist aus Sicht der Fortuna von viel größerer Bedeutung als das gestrige Pokalspiel. «Der Pokal war ein Bonus, eine Gelegenheit, gegen einen Top-Klub zu spielen. Jetzt geht es wieder um das Wesentliche. Wir brauchen am Samstag endlich einen Sieg, um in der Liga Tritt zu fassen», forderte Kapitän André Hoffmann. Der Druck auf Trainer Alexander Ende und seine Mannschaft wächst mit jedem spiellosen Tag. Die Fortuna-Gemeinschaft hofft, dass die bittere Pokalerfahrung die Mannschaft wachgerüttelt hat und sich der Wille, es in der Liga besser zu machen, nun deutlich zeigt.
- Pokalspiel gegen SC Freiburg verloren
- Trainer Alexander Ende erlebte Premiere
- Erste Pflichtspielniederlage der Saison
- Enttäuschung der Fans über das Ergebnis
- Finanzielle Einbußen durch frühes Ausscheiden
- Nächstes Spiel in der 3. Liga gegen VfB Stuttgart II
| Spielinformation | Details |
|---|---|
| Datum | 29. August |
| Uhrzeit | 14:00 |
| Gegner | VfB Stuttgart II |
| Spielort | Merkur Spiel-Arena |
| Fan-Stimmung | Enttäuscht |
| Trainer | Alexander Ende |